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Mann habe versucht, sich Waffen zu beschaffen – Staatsanwaltschaft Paderborn ermittelt

Razzia bei Angehörigen des »Freistaates Preußen«

Willebadessen (WB). Am Freitagmorgen sind die Wohnungen von zwei Angehörigen des »Freistaates Preußen - Provinz Westfalen« im Kreis Höxter durchsucht worden. Die Beschuldigten sollen versucht haben, sich Waffen besorgt zu haben.

In Warburg-Dössel wurde dieses Objekt durchsucht. Foto: Tanja Sauerland

Der 30-jährige männliche Beschuldigte hatte Ende letzten Jahres vergeblich versucht, im Ausland ein halbautomatisches Gewehr des Typs »AK 47« zu erwerben und nach Deutschland einzuführen, um nach seinen Angaben eine »Polizeitruppe des Freistaates Preußen aufzubauen«. Dies geschah offenbar im Einvernehmen mit der 65-jährigen Beschuldigten, die sich selbst als »Vertreterin für innere Angelegenheiten der Provinz Westfalen des Freistaates Preußen« bezeichnet.

Die  Ermittlungen haben ergeben, dass es möglicherweise weitere Versuche gegeben hat, Waffen zu beschaffen. Um dem nachzugehen, sind am Freitag aufgrund richterlicher Beschlüsse die Wohnobjekte der Beschuldigten in Willebadessen-Eissen, Borgentreich-Großeneder und Warburg-Dössel durchsucht worden. An der Maßnahme haben drei Staatsanwälte, Polizeibeamte des LKA und auch SEK-Kräfte mitgewirkt. Der Einsatz von Beamten des SEK war erforderlich, um die Sicherheit der Durchsuchungskräfte zu gewährleisten. Aufgrund der mehrere Hektar umfassenden Durchsuchungsobjekte war zudem eine Einsatzhundertschaft der Bielefelder Polizei im Einsatz.

Die Gruppierung »Angehörige des Freistaates Preußen« erkennt in ihrer Außendarstellung die Autorität und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland nicht an.

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