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Brand in Bödexen: Sachverständige un LKA suchen nach der Ursache für Feuer auf Gehöft - drei Mal Nachlöscharbeiten

Schaumkanone gegen Strohfeuer: Hof-Ruine qualmt immer noch

Höxter/Bödexen (WB).  Die Aufräum- und Löscharbeiten auf dem Bödexener Gehöft Schoppmeier nach dem Großbrand gehen weiter. Am Freitagnachmittag rückte der Feuerwehr mit neun Fahrzeugen erneut zum Brandort aus, um zu versuchen, das immer noch offen brennende und stark qualmende Stroh zu löschen. Ein Schaumteppich wurde gelegt. Auch am Samstag und Sonntag rückte die Wehr zum Nachlöschen aus.

Michael Robrecht

Dichte Rauchschwaden liegen über dem zerstörten Gehöft Schoppmeier bei Bödexen unter dem Köterberg. Am Freitag hat die Feuerwehr einen Schaumangriff gefahren. Foto: Thomas Kube/Feuerwehr Höxter

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Brandursache des Feuers dauern noch an. Bislang hätten sich laut Polizeipressesprecher Andreas Hellwig »noch keine Anhaltspunkte für die Brandentstehung ergeben«. Ob neben den Kripo-Brandsachverständigen weitere Gutachter herangezogen werden, ist noch offen. Ungewöhnlich: Auf jeden Fall will sich das Landeskriminalamt (LKA) in die Ermittlungen zur Erforschung der Brandursache einschalten. Das Gelände wurde inzwischen beschlagnahmt und mit Trassierband abgesperrt.

Der außerhalb der Wohnbebauung liegende Betrieb stand am 30. August kurz vor Mitternacht vollständig in Flammen (wir berichteten). Nachbarn hatten den Brand entdeckt und zügig alle Tiere aus dem Stall befreit. Die Stallungen, Scheunen und Werkstätten sind größtenteils nur noch Ruinen. Die geschätzte Schadenshöhe bleibt laut Polizei bei 750 000 Euro. Schwer ins Gewicht fallen hier auch die Schäden an zwei Mercedes-Geländewagen und den beiden Traktoren.

Höxters Stadtbrandinspektor Jürgen Schmits lobte die Lösch- und Aufräumarbeiten der 120 Feuerwehrleute, die sehr umfangreich gewesen seien. Viel Wasser sei nötig, wenn hölzerne Gebäude und Strohballen brennen. Die Wehren hätten durch lange Schlauchleitungen und die Tankwagen immer genug Wasser zur Verfügung gehabt. Man sei für Höfe im Außenbereich auf so etwas vorbereitet. Die verletzte Feuerwehrkameradin und die weitere verletzte junge Frau seien inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Feuerwehr rechnet damit, dass das Stroh sie noch einige Tage beschäftigen wird.

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