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Weihnachtsbäume: Preise sind stabil – Nordmanntanne weiter Verkaufsschlager

Tannen trotzen Trockenheit

Höxter (WB/rob). Die Verluste durch Hitze und Dürre im Sommer 2019 haben keine Auswirkung auf die aktuelle Verfügbarkeit oder die Preise von Weihnachtsbäumen. Laut dem Verband „Natürlicher Weihnachtsbaum“ kosten beispielsweise Nordmanntannen zwischen 18 und 23 Euro pro laufendem Meter. Die Kosten für die Blaufichte liegen bei 10 bis 16 Euro und die Fichte bei 6 bis 10 Euro.

Hilmar von Mansberg züchtet selbst Weihnachtsbäume. Auf seinem Gut Meinbrexen werden sie zurzeit verkauft. Foto: M. Robrecht

Auch Hilmar von Mansberg, Eigentümer der Weihnachtsbaumplantagen von Gut Meinbrexen, bewertet die Preise als stabil. Etwas problematisch sei in diesem Jahr die extreme Trockenheit 2018 und 2019. Die habe vielen Weihnachtsbäumen zugesetzt. Die älteren Bäume hätten die Dürre im Vergleich zu jüngeren Bäumen zumeist besser überstanden.

Bevor man die Nordmanntannen oder Blaufichten ins Wohnzimmer stellt, solle man sie ein paar Tage in einen Wassereimer stellen, so seine Empfehlung, um frühes Nadeln oder herunterhängende Äste zu verhindern. Gut Meinbrexen ist wegen seiner besonderen Atmosphäre im Raum Höxter-Beverungen in der Adventszeit ein gern besuchtes Ziel für Christbaumkäufer.

Wasser hält Baum länger frisch

In den heimischen Wäldern wachsen vor allem Blaufichten und Gemeine Fichten, aber auch Kiefern, Omorikafichten und Nordmanntannen. Die Weihnachtstannen in den großen Märkten oder Gartencentern werden oft schon im November geschlagen. Die lokalen Händler bieten oft Ware an, die relativ frisch in heimischen Plantagen geschlagen wurde. Bei den Kunden kommt auch das Selberschlagen, wie bei Günter von Heesen am Köterberg in einer Schonung, gut an.

Wer länger Freude an seinem Tannenbaum haben will, sollte daher auf ausreichend Wasser im Baumständer achten und ihn ab und an mit Wasser aus der Sprühflasche benetzen, so die Empfehlung der Baumhändler. War früher die normale Fichte der beliebteste Weihnachtsbaum, ist dies heute die Nordmanntanne. „Deren weiche, sattgrüne Nadeln pieksen nicht und halten lange am Baum“, erklärt Dirk Strauch von den Niedersächsischen Landesforsten. Aber auch Blaufichten, Edeltannen oder Kiefern finden noch immer den Weg ins Wohnzimmer.

Tipp gegen Harzflecken an den Händen

Weihnachtsbaumfachmann Strauch rät: „Der Baum sollte nicht direkt vor Heizungen oder den Kamin gestellt werden. Die trockene, warme Luft lässt den Baum austrocknen und viele Nadeln verlieren.“ Auch sollten Weihnachtsbaumständer mit Wasser gefüllt werden, damit der Baum lange frisch bleibt. Wer echte Kerzen verwendet, sollte für den Fall eines Brandes auch einen Eimer Wasser bereithalten. Spätestens nach dem Schmücken des Baumes habe man häufig mit Harzflecken an den Händen zu kämpfen. Auch dafür hat Strauch einen Tipp: „Baby- oder Speiseöl statt Seife wirken hier Wunder!“

Nach wie vor kämpfen Försterinnen und Förster des Landes gegen die Folgen des Klimawandels in den Wäldern. Aber in Sachen Weihnachtsbaum gibt Edgar Rüther (Landesbetrieb Wald und Holz) trotzdem Entwarnung: Niemand brauche ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er oder sie sich einen echten Weihnachtsbaum in die Wohnung stelle. Trotz der extremen Temperaturen gebe es immer noch genügend Weihnachtsbäume. Wald und Forst raten, Bäume aus der nahen Umgebung zu kaufen: „Frische Bäume, die aus dem Wald in der Region kommen, haben keine langen Transportwege hinter sich.“

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