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Verein findet neuen Standort für Fundtiere aus Höxter und Holzminden

Tierheim soll noch 2019 bezogen werden

Höxter/Holzminden (WB). Der Verein Tierschutz Holzminden-Höxter hat einen neuen Standort für sein Tierheim gefunden. »Die Weichen sind gestellt, der Kaufvertrag ist unterschrieben«, sagt Vereinsvorsitzender Jens-Uwe Müller. Bis spätestens Ende 2019 soll der Umzug abgeschlossen sein.

Das künftige Domizil für das neue Tierheim am Allernbusch in Holzminden hat eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern.

»Vor der intensiven Suche, die super von der Stadt Holzminden und dem Landkreis unterstützt wurde, bestand zunächst der Plan, einen Neubau direkt neben dem bestehenden Tierheim zu errichten«, erinnert sich Müller zurück. Diese Pläne zerschlugen sich, weil sich in diesem Bereich ein Überschwemmungsgebiet befindet.

Außerdem gab es die Möglichkeit, auf einem anderen Grundstück der Stadt Holzminden neu zu bauen. Als der Vorstand vom Tierschutz Holzminden-Höxter dann die Möglichkeit bekam, den »Tannenhof« am Allernbusch zu besichtigen, stand schnell fest, dass diese Bestands-Immobilie perfekt ist, um die Zukunft des Tierheims auf bezahlbare Beine zu stellen, so Müller. Nach einigen Gesprächen habe die

Erbengemeinschaft Celten dann den Erwerb von Teilen des Anwesens des verstorbenen Heinrich Celten im Allernbusch 2 in Holzminden ermöglicht. Die restlichen Teile wurden von dem landwirtschaftlichen Betrieb Mösges erworben.

Nach intensiver Bearbeitung der Behörden liegt nun der positive Bescheid der Bauvoranfrage zur Nutzung als Tierheim vor. Die zuständigen Behörden des Landkreises und der Stadt sowie der amtierende Vorstand des Tierschutzvereines sind sich einig, dass das der ideale Standort für das Tierheim ist. Ende Dezember wurde der Kaufvertrag unterschrieben.

»Dieser Schritt war notwendig, da eine räumliche Erweiterung und bauliche Veränderungen auf dem jetzigen von der Stadt Holzminden gepachteten Grundstück im Ziegeleiweg nicht möglich waren. Was abgerissen wird, weil es nicht mehr nutzbar ist, darf nicht neu gebaut werden. Nur Bestandsschutz wird am Ziegeleiweg gewährt. Sollte die städtische Kläranlage irgendwann einmal vergrößert werden müssen, muss das Tierheim weichen. Die Zukunftsfähigkeit des Tierheims war daher stark gefährdet, auch in Anbetracht der Generierung möglicher neuer Fundtierverträge«, sagt der erste Vorsitzende.

Der neue Standort hat eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern und beinhaltet ein Haupthaus, zwei Scheunen und eine Maschinenhalle. Die Finanzierung der Immobilie stemmt der Verein allein. Damit möchte der Vorstand ein Zeichen setzen und zu den bestehenden Partnern und potenziellen Partnern der Fundtierverträge eine Brücke für eine gemeinsame Zukunft schlagen.

»Wir denken, dass das der richtige Weg ist und wir den Kommunen so zeigen, dass sie mit dem Tierschutz Holzminden-Höxter einen zuverlässigen und starken Partner an ihrer Seite haben«, so Müller. Nun sei es wichtig, dass alle Gemeinden des Landkreises Holzminden dem neuen, vom Deutschen Tierschutzbund empfohlenen, Fundtiervertrag zustimmen und diesen unterschreiben. Dann steht einer sicheren Zukunft des Tierheims nichts mehr im Wege. Ebenso berichtet Müller, dass es bereits sehr gute Gespräche mit der Stadt Höxter gab und der Vorstand sich einen neuen Vertrag mit der Stadt wünscht.

In enger Abstimmung mit dem Deutschen Tierschutzbund und dem Landkreis Holzminden wird nun ein räumliches Konzept für die Unterbringung der Tiere und der Verwaltung auf dem neuen Gelände ausgearbeitet. Müller: »Es gibt viel zu tun. Der Verein ist daher auf Unterstützung angewiesen – finanziell, materiell und auch tatkräftig. Realistisch betrachtet wird der Umzug des Tierheims zum Ende des Jahres 2019 abgeschlossen sein.« Der Vorstand ruft alle Mitglieder und Firmen auf, sich mit dem Vorstand in Verbindung zu setzen, wenn sie unterstützen möchten. »Wir benötigen Manpower, Handwerker, aber auch Geldspenden, um den Umbau schnell realisieren zu können«, erklärt Müller. Zu erreichen ist er per E-Mail unter jens.mueller@tierheim-holzminden.de.

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