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Claus-Werner Ahaus ist tot

Trauer um engagierten Höxteraner

Höxter (WB/thö). Claus-Werner Ahaus, langjähriger Kommandeur der Höxteraner Schützengilde, ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren am Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit im St.-Ansgar-Krankenhaus. Ahaus war in seiner Heimatstadt vielfältig engagiert.

Claus-Werner Ahaus. Foto: WB-Archiv

18 Jahre, von 1993 bis 2011, stand er an der Spitze der Schützen. Ahaus habe die Schützengilde geprägt, schrieb sein Nachfolger Thomas Schöning am Freitag in einem Nachruf. Unter Ahaus’ Leitung fand 1995 das große Jubiläumsschützenfest zum 400-jährigen Bestehen statt. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied der Gilde ernannt. Vor seiner Zeit als Kommandeur war Claus-Werner Ahaus als Hauptmann und Kompaniechef der dritten Kompanie von 1976 bis 1993 ein engagierter Schütze. »Mit Claus-Werner Ahaus verlieren wir einen großen Schützen und ein Vorbild für alle Mitglieder der Schützengilde Höxter«, so Schöning.

Verlässliche Persönlichkeit

Für sein soziales Engagement wurde der Verstorbene im Dezember 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. »Die Menschen schätzen Sie als verlässliche und dynamische Persönlichkeit, die sich für das Gemeinwohl engagiert«, sagte Landrat Friedhelm Spieker anlässlich der Verleihung.

Einsatz für die evangelische Kirche

Eingesetzt hat sich Ahaus zeitlebens für die evangelische Kirchengemeinde in Höxter, spielte schon mit zwölf Jahren im Posaunenchor mit. Von 1976 bis 1980 war er Mitglied im damaligen Gemeindebeirat und kandidierte 1980 erstmals für das Presbyterium, dem er die darauf folgenden 32 Jahre angehörte. »Die Schwerpunkte seines Wirkens in unserer Kirchengemeinde lagen in der Kirchenmusik, der Ökumene, bei den Finanzen, im Baubereich, im Sozialen und in der Leitung«, schreibt die Kirchengemeinde in einem Nachruf. Alle diese ehrenamtlichen Tätigkeiten hätten ihm sehr viel Freude bereitet, aber auch viel Zeit und Kraft gekostet. »Dabei zeichneten ihn vor allem Aktivität, Beständigkeit und Durchhaltevermögen aus.« Sein Engagement, besonders als Kirchmeister, habe der Vater von vier Kindern auch immer als Entlastung für die Pfarrerinnen und Pfarrer verstanden, damit diese sich auf ihre pastoralen Aufgaben konzentrieren konnten.

Bewährungshelfer in Hildesheim

Ahaus, der nach einer Lehre in der Verwaltung und Bundeswehrzeit Sozialarbeit studiert hatte, war bis zur Pensionierung 2008 als Bewährungshelfer beim Landgericht Hildesheim tätig.

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