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Verbrauchsgebühren in Höxter steigen um rund 24 Prozent auf 1,84 Euro pro Kubikmeter

Trinkwasser wird teurer

Höxter (WB/thö).

Nach zehn Jahren wird das Trinkwasser in Höxter deutlich teurer. Das hat die Gas- und Wasserversorgung Höxter am Heiligen Abend mitgeteilt. Grund dafür seien neben gestiegenen Konzessionsabgaben an die Stadt Höxter auch Investitionen in die Infrastruktur.

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So sieht der neue Hochbehälter von außen in der Höxteraner Ortschaft Ottbergen aus. Foto:

Die Mehrkosten für einen Drei- bis Vier-Personen-Haushalt gibt die GWH mit jährlich rund 63 Euro an. Konkret steigen die Grundgebühren je Hauswasserzähler bis zu einem Nenndurchfluss von 20.000 Litern pro Stunde auf 160 Euro jährlich, das sind rund 19 Euro mehr als bisher. Der so genannte Mengenpreis pro Kubikmeter (1000 Liter) verbrauchtes Trinkwasser wird um 36 Cent auf dann 1,84 Euro angehoben (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer). Das ist ein Anstieg um 24 Prozent.

Vergleich mit Nachbarn

Zum Vergleich: In Beverungen liegt der Preis pro Kubikmeter je nach Ortsteil zwischen 1,66 und 2,34 Euro, in Bad Driburg bei 1,63 Euro und in Holzminden 2,32 Euro. Die Grundpreise sind schwer zu vergleichen, weil die Stadtwerke hier je nach Zählergröße unterschiedliche Kriterien anlegen.

Die Verantwortlichen empfehlen ihren Kunden, die Abschlagszahlungen zu erhöhen, um im kommenden Jahr Nachzahlungen zu vermeiden. GWH-Chefin Ulrike Drees betont, dass beide Preisbestandteile in den vergangenen Jahren stabil gehalten werden konnten.

Höhere Konzessionsabgaben

Grundlage für die jetzige Erhöhung sei ein Gutachten gewesen. „Das Ergebnis haben wir selbstverständlich mit dem Kartellamt abgestimmt“, sagt die Geschäftsführerin. „Es gibt mehrere Gründe, warum wir zum neuen Jahr die Preise anpassen müssen“. Der neue Konzessionsvertrag mit der Stadt Höxter für die Wasserversorgung sehe eine Steigerung der Konzessionsabgabe an die Stadt vor. Gestiegene Material- und Personalkosten kämen hinzu.

Den größten Anteil an den Kostensteigerungen hätten allerdings die Tiefbau- und Investitionskosten. Matthias Bieler, technischer Geschäftsführer, erläutert: „Gestiegene Tiefbaukosten führen bei einer Rohrnetzerneuerung von rund 2,2 Kilometern zu jährlichen Mehrkosten von über einer halben Million Euro.“ Hinzu kämen bis 2028 hohe Investitionen in Hochbehälter. Die bestehenden Behälter am Triftweg, in Bosseborn, Albaxen, Godelheim und Räuschenberg sind alle zwischen 60 und 70 Jahre alt und würden neu gebaut.

Viele neue Hochbehälter

Der Hochbehälter in Lüchtringen wurde bereits 2016/17 saniert, ein neuer in Ottbergen sei jetzt hinzugekommen. In Fürstenau habe die GWH den Hochbehälter ebenfalls neu gebaut. Bieler: „Diese Investitionen sind alternativlos. Ohne die Behälter ist in bergigem Gebiet keine sichere Versorgung mit entsprechendem Wasserdruck möglich.“

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