1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Höxter
  6. >
  7. Verkehrsverbund Paderborn/Höxter misst Pendlerströme mittels Handydaten

  8. >

Bedarfsorientierten ÖPNV mit akzeptablen Preisen entwickeln

Verkehrsverbund Paderborn/Höxter misst Pendlerströme mittels Handydaten

Höxter

Der Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (NPH) geht die Herausforderungen im Öffentlichen Personennahverkehr mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket an.

Der Holibri in Höxter ist ein Erfolgsmodell. Die Premiere dieses neuen Angebots hat der NPH im vergangenen Jahr in der Stadthalle in Höxter wirkungsvoll inszeniert. Inzwischen gehören die „Holibris“ in der Kreisstadt wie selbstverständlich zum Stadtbild. Sie werden sehr gut angenommen und sind viel unterwegs. Foto: Sabine Robrecht

Unter der neuen Führung von Paderborns Landrat Christoph Rüther, der die Position des Verbandsvorstehers übernommen hat, hat die Körperschaft vielfältige Aktivitäten beschlossen, um die Leistungsfähigkeit zu optimieren. „Wir wollen den ÖPNV in unserem ländlichen Raum einfacher und verständlicher gestalten. Die Bürgermeister unserer Städte und Gemeinden sind dabei ab sofort eingebunden und bringen sich in den Prozess aktiv mit ein“, betont Christoph Rüther.

Erstmalig würden die Kommunen in den Kreisen Paderborn und Höxter aktuell mit einem nicht unerheblichen Zuschussbedarf für einen leistungsfähigen ÖPNV konfrontiert, der in anderen Regionen und auch in der Stadt Paderborn längst Normalität sei, so der NPH. Der voraussichtliche Zuschussbedarf bewege sich „in einem finanziellen Korridor, der vergleichbar mit Nachbarkreisen ist“. Unabhängig davon werde der NPH sein Angebot, seine betriebliche Organisation und die Preisgestaltung auf den Prüfstand stellen, um möglichst optimale Rahmenbedingungen für den ÖPNV der Zukunft zu erzielen.

Der nph wird noch in diesem Jahr auf Grundlage von Handydaten, die die Pendlerströme in seinem Gebiet aufzeigen sollen, eine Potenzialanalyse durchführen. Foto: Thomas F. Starke

Zu den Maßnahmen für eine Neustrukturierung der Organisation gehören ein Strategie-Workshop mit allen Mitarbeitenden und die Durchführung einer weitreichenden Strukturuntersuchung durch externe Experten. Im Anschluss an eine Analyse der Strecken und der Auslastung, die in Abstimmung mit der Stadt Paderborn erfolgen wird, „steht die Entwicklung einer Vision für den ÖPNV im Hochstift Paderborn auf dem Programm“, kündigt der NPH an.

Begleiten will der Nahverkehrsverbund den Prozess mit einer aktiven Unternehmenskommunikation, die neue Ansätze und eine kundenorientierte Sprache verfolgt. Parallel läuft die Ermittlung von zentralen Kennzahlen, die zur Optimierung der Betriebsführung beitragen werden. So wird der NPH noch im Jahr 2022 eine Potenzialanalyse auf der Grundlage von Handydaten durchführen, die die Pendlerströme in der Region aufzeigen.

Für das Jahr 2023 steht eine umfangreiche Fahrgastzählung auf dem Programm, die die Basis für gezielte Verbesserungen darstellt. „Wir haben viel Arbeit vor uns, um in unserer Region einen bedarfsorientierten ÖPNV zu akzeptablen Preisen zu entwickeln. Meine ersten Eindrücke zeigen, dass wir gute Chancen für weitreichende Optimierungen haben“, sagt der neue Verbandsvorsteher Christoph Rüther.

Startseite
ANZEIGE