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Neues Bündnis für Toleranz plant Veranstaltung in Höxters Innenstadt während AfD-Auftritt im März

Volksfest im Zeichen der Menschlichkeit

Höxter (dp). Grüne und SPD wollen gemeinsam ein Bündnis für Toleranz ins Leben rufen, um sich überparteilich für mehr Humanität und Nächstenliebe einzusetzen. Wohlfahrtsverbände, die Kirchen, Vereine, Schulen und auch alle weiteren politischen Parteien sollen sich nach Auskunft der Organisatoren bestmöglich dem Bündnis anschließend – alle, außer die AfD. Während deren Veranstaltung am 24. März in Höxter soll nämlich zeitgleich ein Volksfest auf Höxters Marktplatz organisiert werden.

Nach den Plänen der AfD soll Beatrix von Storch am Sonntag, 24. März, im Historischen Rathaus in Höxter sprechen. Foto: Dennis Pape

Dies bestätigte gestern Ricardo Blaszczyk als Sprecher der Grünen im Kreis Höxter auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES. Entgegen anders lautender Medienberichte soll es sich bei der Veranstaltung nicht um eine Gegendemo handeln, sondern um eine »Alternativ-Veranstaltung« zur Alternative für Deutschland (AfD).

»Die Gründung des Bündnisses für Toleranz ist ohnehin und unabhängig von der Veranstaltung der AfD in Höxter vorgesehen gewesen. Der Auftritt von Beatrix von Storch verleiht dem Prozess jedoch jetzt vielleicht noch ein wenig mehr Dynamik. Wir sehen den 24. März in erster Linie als Auftaktveranstaltung für das Bündnis«, erläuterte Ricardo Blaszczyk.

Kundgebung mit zwei überparteilichen Rednern

Beim Fest auf dem Marktplatz soll es eine Art Kundgebung mit zwei überparteilichen Rednern geben. »Die Anfragen laufen noch. Die Namen teilen wir nach der Bestätigung mit«, so der Grünen-Sprecher. Außerdem werde Musik geboten – und alle Partner im Bündnis hätten die Möglichkeit, sich vorzustellen. »Wir möchten mit diesem Volksfest zeigen, dass wir alle gemeinsam für Demokratie und Toleranz stehen«, sagte Blaszczyk. Gespräche mit Ordnungsamt und Polizei seien ebenfalls bereits angelaufen.

Hintergrund: Die AfD im Kreis Höxter plant eine Veranstaltung mit Beatrix von Storch und zwei weiteren Rednern. Das ehemalige Mitglied des Europäischen Parlaments gehört dem rechtskonservativen Flügel der Partei an, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz zum Prüffall erklärt worden ist, da es Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen gebe.

Eine Zusage seitens der Stadt Höxter, dass die AfD diese Veranstaltung im Historischen Rathaus in Höxter abhalten kann, ist bis gestern Nachmittag noch nicht erfolgt. Eine Entscheidung sollte gestern im Rat fallen – ein Bericht dazu folgt.

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