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Höxters Politiker sehen noch Beratungsbedarf – Thema soll in den Ortsausschüssen beraten werden

Windkraft im Wald: Entscheidung vertagt

Höxter (WB/rob/thö). Der Höxteraner Planungsausschuss hat am Montagabend keinen Beschluss zur umstrittenen Windkraftplanung gefasst. Das Thema wurde von der Tagesordnung abgesetzt.

Windkraft im Wald: In Höxter ist zu diesem Thema am Montagabend keine Entscheidung gefallen. Foto: dpa

Für dieses Vorgehen hatten sich die meisten im Rat vertretenen Parteien schon im Vorfeld der Sitzung ausgesprochen. Einstimmig wurde dann der Absetzungsantrag der CDU unterstützt. 30 Zuhörer waren gekommen, um eine Windraddebatte zu hören, sie verließen nach zehn Minuten den Ratssaal wieder. Dr. Lutz van Herck (CDU) wies auf die vielen offenen Fragen der Neuordnung hin. Er sagte, dass möglichst noch im November ein Beschluss gefasst werden solle. Paul Völse (SPD) unterstützte das, hatte aber Zweifel, ob in vier Wochen alle Ortsausschüsse beraten könnten.

Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung sieht den Bau von bis zu 250 Meter hohen Anlagen in Wäldern vor. Windvorrangzonen sollen nördlich von Fürstenau und Bödexen (Köterberg) sowie bei Ottbergen/Bruchhausen/Bosseborn ausgewiesen werden. Die Pläne der Stadtverwaltung waren in den vergangenen Tagen auf Kritik gestoßen. Ein Streitpunkt war vor allem der Schutz des Corveyer Westwerkes als Weltkulturerbe. Dieses sollte von Windrädern freigehalten werden.

Am Ende der Planungsausschusssitzung äußerte sich dann Baudezernentin Claudia Koch zu einer Bürgeranfrage von Dr. An-dreas Hohendorf, warum es zu den neuen Entwicklungen bei den Windenergiezonen bisher keine öffentliche Informationsveranstaltung gegeben habe. Koch wies die Kritik zurück und erinnerte an diverse Sitzungen und Versammlungen der vergangenen Jahre zum Windräderkomplex. Ebenso bei der LGS-Planung und dem Integrierten Handlungskonzept habe die Stadt immer wieder Bürgerinformationen angeboten. Man habe nichts versäumt.

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