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Windrad fackelt ab – Kritische Initiative fordert Stilllegung aller Vestas-Anlagen wegen der „fiesen Fasern“

Windradbrand: „Feuerwehren und Anwohner gefährdet“

Holzminden/Höxter (WB/rob). Schon wieder hat ein Windrad gebrannt. Im Landkreis Holzminden hat ein Feuer am Samstagabend zwischen Polle und Bodenwerder bei Hohe einen Windgiganten zerstört.

An vielen Stellen im Weserbergland sichtbar: Die Feuerwehren sahen schon bei der Anfahrt die schwarze Rauchsäule der brennenden Windmühle, die auf der Höhe zwischen Polle und Bodenwerder steht. Foto: Feuerwehr Hohe

Der Brand brach in 80 Metern Höhe in einer Anlage des Windparkes Hehlen aus. Die Feuerwehren sahen schon bei der Anfahrt die schwarze Rauchsäule der brennenden Windmühle. In der Höhe konnten die Wehren (60 Einsatzkräfte) aus dem Landkreis Holzminden nichts löschen. Das Windrad von 2004 brannte aus, die Wehr sprach von einem Totalschaden. Der Sachschaden geht in die Zehntausende Euro. Das Gelände wurde ab 17 Uhr weiträumig abgesperrt, damit niemand durch fliegende Trümmerteile verletzt wurde. Die Brandwache sah zerstörte Teile zu Boden fallen.

Die im Weserbergland aktive Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmertal“ erklärte zum Feuer: „Bei der im Kreis Holzminden abgebrannten Windkraftanlage handelt es sich um eine Anlage des Herstellers Vestas, Typ: V80-2 MW von 2004. Anlagen dieses Herstellers wurden im Kreis Hameln-Pyrmont jüngst im Windindustriegebiet Grohnde-Kirchohsen auf Grund von defekten Rotorblättern stillgelegt. Im Nachbarkreis Holzminden konnte der Brand der Anlage nicht verhindert werden. Es zeige sich, dass diese Technik keinen Nutzen hat, sondern ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für Mensch und Natur darstelle. Beim zerstörten Windrad komme hinzu, dass diese in einem Natur- und Umweltschutzgebiet errichtet worden sei, „dass nun großflächig durch den Abbrand der Anlage mit Schadstoffen konterminiert wurde“.

Es sei nicht auszuschließen, dass große Mengen an Glasfasern und Carbonfasern in Brand geraten seien und es so zu einer unkontrollierbaren Ausbreitung an krebserregenden „Fiesen Fasern“ kam, meint die BI. Ob die Feuerwehrkräfte vor Ort über diesen Umstand informiert waren, sei zweifelhaft und bedürfe einer Untersuchung. Die Anwohner aufzufordern Fenster und Türen zu schließen, lasse erahnen, in welchem Radius Schadstoffe verteilt worden seien. Die BI fordert den Kreis auf, den Brand und die Folgeschäden wegen der Schadstoffe von Experten untersuchen zu lassen.

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