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400 Gäste feiern beim Handwerkerball in Höxter

Zauberhafter Abend mit magischen Momenten

Höxter (WB). Der Höxteraner Handwerkerball ist einer der gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres in der Kreisstadt. Knapp 400 Gäste haben am Samstagabend in der Stadthalle ein rauschendes Fest gefeiert. Organisator Martin Röske von der Handwerkervereinigung hatte ein magisches Fest versprochen.

Marius Thöne

Imke Wingrat und Benedikt Woltering sind wegen der guten Tanzmusik zum Handwerkerball gekommen. Viele Gelegenheiten zum klassischen Tanzen gebe es in Höxter nicht, meinen die beiden. Vom Programm waren sie angetan. Foto: Marius Thöne

Das war definitiv nicht übertrieben. Denn Röske und seine Mitstreiter hatten den Paderborner Magier David Wedegärtner verpflichtet. Der hauptberufliche Chemiker zeigte am Samstagabend dann auch, dass er sein Hobby ebenso gut versteht. Er zauberte Tauben aus weißen Tüchern und seine hübsche Assistentin aus einem Kasten, der zuvor noch als Taubenkäfig gedient hatte. Als er die junge Frau dann schweben ließ, lief donnernder Applaus durch die Stadthalle.

Unterhaltung auch auf dem stillen Örtchen

Nicht minder zauberhaft waren die zwei Damen vor den Toiletten im Untergeschoss der Stadthalle. Andrea Neumann und Rike Radloff sorgten als WC-Perlen Ramona und Bianca in stilechten bunten Kittelschürzen für Stimmung auf dem „stillen Örtchen“. Die beiden gehören zum Ensemble des „Theater Pikante“ aus Lollar im Landkreis Gießen und waren für den Handwerkerball gebucht worden. Ihr legendäres Tischchen hatten sie mitgebracht und versorgten die Toilettenbesucher nicht nur mit launigen Sprüchen, sondern auch mit allerlei Nützlichem – von Schokolade über feuchtem Toilettenpapier bis zum Streichholz.

Mischung kommt an

Die Gäste waren angetan von der besonderen Mischung des Balls. Neben den offiziellen Programmpunkten kam vor allem die Band um den Salzkottener Daniel Ligges gut an. Sie sorgte für stundenlange Tanzmusik. „Der Handwerkerball ist die einzige Gelegenheit, bei der man in der Kreisstadt noch richtig tanzen kann“, sagt Imke Wingrat. Die junge Frau, die nach eigenem Bekunden noch „vom klassischen Tanzkurs übrig geblieben ist“, hat früher auch gerne den Sportlerball besucht. „Aber den gibt es ja leider nicht mehr“. Seinen 67. Handwerksball erlebte der Ehrenobermeister der Karosserie- und Fahrzeugbauerinnung, Horst Kreuzer. »Ich war seit 1954 auf jedem Ball«, verriet der 93-Jährige, als Martin Röske ihm einen Blumenstrauß überreichte.

Zahntechnikermeister Röske, der seinen zweiten Handwerkerball moderierte, dankte allen Höxteranern, die dazu beitrügen, dass das Leben in der Stadt stetig verbessert werde. Als „zugezogener Höxteraner“ sei er stolz, zu einer solchen Gemeinschaft zu gehören. Besonders lobte Röske den gerade fertiggestellten Imagefilm.

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