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Daniel Hartmann will Bürgermeister werden und fordert professionelles Stadtmarketing

Zwölf Punkte für Höxter

Höxter (WB). Mit einem Zehn-Punkte-Programm setzte Helmut Kohl 1989 die Deutsche Einheit auf die politische Tagesordnung. Mit einem Zwölf-Punkte-Plan will Daniel Hartmann die Höxteraner überzeugen, dass er der richtige Bürgermeister für die Kreisstadt ist. Hartmann stellte sich und seine Ideen am Freitagvormittag im Hotel „Stadt Höxter“ vor.

Marius Thöne

Daniel Hartmann (43) will im September zum Bürgermeister von Höxter gewählt werden. Sein Wahlprogramm hat er in zwölf Punkte verpackt. Hartmann kocht in seiner Freizeit gerne und unternimmt Spaziergänge mit seinem Hund. Foto: Claudia Warneke

In seinem Plan schlägt der 43-jährige Finanzbeamte ein professionelles Stadtmarketing vor. Um Höxter Attraktivität zu steigern, könne eine Stelle im Rathaus geschaffen oder eine städtische Gesellschaft gegründet werden. Für ausbaufähig hält Hartmann auch die Tourismuswerbung, bei der neben den Städten im Kreis auch mit den Nachbarstädten in Niedersachsen zusammengearbeitet werden müsse. „Bisher kocht da jeder sein eigenes Süppchen, den Besucher interessiert aber nicht, dass die Weser Landesgrenze ist und der Wildpark Neuhaus schon in Niedersachsen liegt“, bringt es Hartmann auf den Punkt.

Radwege sanieren

Darüber hinaus will der Diplom-Finanzwirt mit 25-jähriger Berufserfahrung die Infrastruktur bedarfsgerecht ausbauen. Er möchte Radwege sanieren und den Schwerlastverkehr nach der Weserbrücken-Sanierung trotzdem aus der Westerbachstraße heraushalten. Ebenso will er ein Augenmerk auf die Stadthalle haben. Das Veranstaltungszentrum müsse „bezahlbarer“ werden, damit Höxteraner Abibälle nicht mehr im benachbarten Beverungen stattfinden müssten.

Insektenschutz durch mehr Blühwiesen

In der Umweltpolitik setzt der gebürtige Haarbrücker, der seit 14 Jahren in Höxter lebt, auf Insektenschutz durch mehr Blühwiesen, ein Pestizidverbot auf öffentlichen Flächen, Einkaufen ohne Plastiktüten und E-Mobilität. Als ausgemachter „Sparfuchs“ will der Finanzbeamte einen Blick auf den Haushalt richten und dafür sorgen, dass nicht nur möglichst wenig Geld ausgegeben, sondern auch mehr eingenommen wird – und das ohne Unternehmen und Bürger mit zusätzlichen Steuern zu belasten. Nach seinen Angaben ist es möglich, dass die Stadt Höxter stärker an Gewerbesteuern beteiligt wird, die Unternehmen zahlen, die zwar in Höxter tätig sind, ihren Sitz aber anderswo haben. „Große Städte beschäftigen dafür eigens einen Gewerbesteuerprüfer. Das wäre für Höxter zu viel, aber vielleicht können wir uns einen solchen Mann ja mit den Nachbarkommunen teilen“, schlägt er vor. Darüber hinaus will sich Hartmann für den Schulstandort stark machen und Schülerwanderungen in Nachbarstädte eindämmen sowie die Stadtverwaltung serviceorientiert organisieren. Am Herzen liegt dem Schatzmeister des Fördervereins auch die Landesgartenschau. „Damit die Landesgartenschau ein Erfolg wird, werde ich dieses Großprojekt zur Chefsache machen und eng begleiten“, kündigt der unabhängige Kandidat an.

Kürzlich aus der SPD ausgetreten

Weil sein Opa Helmut-Schmidt-Fan war, ist Daniel Hartmann als Jugendlicher SPD-Mitglied geworden. Kürzlich trat er dann aus der Partei aus, weil er als Kandidat „wirklich unabhängig“ sein wollte.

Im Falle seiner Wahl möchte Hartmann, der ledig, aber mit einem Partner liiert ist, die Ortschaften stärken und die Budgets für die Dörfer anheben sowie dort jährliche Bürgergespräche anbieten. „Es darf nicht sein, dass sich die Dörfer gegenüber der Kernstadt zurückgesetzt fühlen“, sagt Hartmann.

Auf seiner Homepage werben bereits einige prominente Unterstützer für den Kandidaten, darunter Juso-Kreischef Liborius Schmidt.

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