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Bernhard Meinke-Höllen tritt die Nachfolge von Ingrid Brucke an

Hospizbewegung unter neuem Vorsitz

Warburg

Mit dem promovierten Mediziner Bernhard Meinke-Höllen wählten die Mitglieder der Warburger Hospizbewegung jetzt einen neuen Vorsitzenden. Der 67-Jährige tritt die Nachfolge von Ingrid Brucke an, die sich in der Mitgliederversammlung aus dem Amt verabschiedet hatte.

Das Vorstandsteam mit Ulrike Menn (von links), Manfred Wengler, der bisherigen Vorsitzenden Ingrid Brucke, dem Vorsitzenden Bernhard Meinke-Höllen, Reinhard Borgiel, Brigitte Stute, Karl-Heinz Fleischhacker, Sabine Hauptmann und den Koordinatorinnen Susanne Michels und Monika Gertel-Schulz. Zum Beirat gehören zudem Ursula Nolte und Dieter Scholz. Foto:

Brucke hatte im März 2019 die Verantwortung an der Spitze der Hospiz-Gruppe übernommen.

Sie habe Spuren hinterlassen, dankte die stellvertretende Vorsitzende Ulrike Menn im Namen des Vorstandes und des Betreuerteams für das Engagement. Von den Erfahrungen aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit als Leiterin eines Pflegedienstes und ihren guten Kontakten habe die Hospizbewegung profitiert, betonte Menn und wünschte der scheidenden Vorsitzenden, dass „Ihre Wege in die Zukunft gut verlaufen“.

Betreuung bis Lebensende

Der gebürtige Berliner Bernhard Meinke-Höllen füllte die Reihen des Warburger Hospizdienstes bislang als beratender Arzt. Nach seiner Zeit als Amtsarzt im Kreis Höxter war er unter anderem auch als medizinischer Gutachter tätig. Das Miteinander in der Warburger Gruppe habe er immer als gut empfunden, hob er das Arbeiten im Team hervor. Die Vielfalt der Mitarbeitenden in der Hospizbewegung überzeuge. Die Arbeit der Betreuer und des Vorstandes bleibe eine Team-Aufgabe, in diesem Sinne freue er auf die Leitungsfunktion.

Zum Vorstand um den neuen Vorsitzenden Bernhard Meinke-Höllen und seiner Stellvertreterin Ulrike Menn gehören Reinhard Borgiel als Schriftführer, Kassenwart Karl-Heinz Fleischhacker und dessen Stellvertreter Manfred Wengler. Als Beisitzer bestätigte die Versammlung, die im Kinosaal des Cineplex‘ tagte, Sabine Hauptmann, Ursula Nolte, Brigitte Stute und Dieter Scholz. Als hauptamtliche Koordinatorinnen managen Monika Gertel-Schulz und Susanne Michels die Aufgaben des gemeinnützigen Vereins. Sie sind auch zuständig für den Einsatz des Betreuerteams.

Die ehrenamtlichen Begleiter helfen Betroffenen und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase am Telefon oder persönlich zu Hause. 2010 waren unter den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie in der Region 35 schwer erkrankte Menschen vom Warburger Hospizverein daheimbetreut worden. 21 Personen wurden vom Verein, zu dem 40 Betreuer gehören, bis zu ihrem Lebensende begleitet. „In 14 Fällen wurde die Betreuung in diesem Jahr weitergeführt“, berichtete Susanne Michels.

1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit

Insgesamt seien annähernd 1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden, dankte Michels dem Team, das „trotz Corona Besuche durchführte und vielen Familien eine Hilfe war“. Zeitweise habe der Verein die Betreuungen aufgrund der Schutzverordnungen gänzlich einstellen müssen. Kontakte wurden über Telefon und regelmäßige E-Mails gehalten.

Geleistet werden die Begleitungen von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die in einem Qualifizierungskurs auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet sind. Neben der Sterbebegleitung, die nach der Diagnose einer unheilbaren Krankheit oder in der unmittelbaren Endphase des Lebens beginnt und entsprechend Jahre oder nur Tage dauern kann, macht der Verein seit der Gründung 1997 mit Veranstaltungen und Vorträgen auf tabuisierte Themen wie Sterben, Tod und Trauer aufmerksam.

Die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen Susanne Michels und Monika Gertel-Schulz sind jederzeit unter Telefon 0171/9577558 und über die Homepage www.hospizbewegung-warburg.de erreichbar.

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