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Warntag in allen sechs Kreisen

In OWL ertönen zeitgleich die Sirenen zum Probealarm

Ostwestfalen-Lippe

Wenn die Sirenen heulen, warnen sie im Ernstfall vor einer Gefahrenlage. Anders ist das am ersten OWL-Warntag. Am Donnerstag, 9. Juni 2022, wird um 11 Uhr in den sechs Kreisen in OWL zeitgleich ein Probealarm ausgelöst.

Bearbeitet von Marius Thöne

In ganz OWL heulen am Donnerstag die Sirenen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger mit den Alarmsignalen und ihrer Bedeutung vertraut zu machen“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit beim Kreis Höxter, Matthias Kämpfer. Bereits im März hatte der Kreis hierzu ein informatives Faltblatt an alle Haushalte verteilt.

Am OWL-Warntag werden um 11:00 Uhr flächendeckend alle 164 Sirenen im Kreis Höxter ertönen. Zuerst ist ein Dauerton zu hören, der bei einer Großschadenslage „Entwarnung“ bedeuten würde. Um 11:05 Uhr folgt eine Minute lang ein auf- und abschwellender Heulton. „Im Ernstfall ist dies ein wichtiges Warnsignal für die Bevölkerung“, so Kämpfer. Der Heulton bedeutet Gefahr und fordert die Menschen im Kreis Höxter dazu auf, den Lokalsender Radio Hochstift einzuschalten, die NINA-WarnApp zu nutzen, auf Lautsprecherdurchsagen zu achten und Hinweise auf den Internetseiten der Kreise und Kommunen zu beachten. Um 11:10 Uhr folgt am OWL-Warntag erneut ein Dauerton von einer Minute, der Entwarnung signalisiert.

Batterien helfen bei Stromausfall

„Bei einem Stromausfall kann ein batteriebetriebenes Radio eingeschaltet werden, zum Beispiel ein Autoradio“, sagt der Leiter der Abteilung Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter, Thomas Krämer. „Am OWL-Warntag führen wir allerdings lediglich einen Probealarm durch und verbreiten deshalb keine weiteren Informationen über das Radio“, fügt er erläuternd hinzu. Die NINA-WarnApp werde aktiviert und über den Sirenentest informieren.

Wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine war der für März geplante landesweite NRW-Warntag von der Landesregierung abgesagt worden. „Vielen älteren Menschen ist der Heulton noch als Fliegeralarm bekannt. Bei den Geflüchteten aus der Ukraine können die Sirenen Ängste auslösen“, begründet Fachbereichsleiter Kämpfer die Rücksichtnahme. Vor diesem Hintergrund hatten die sechs Kreise in OWL gemeinsam entschieden, auch die regelmäßig im Regierungsbezirk durchgeführten Sirenentests der Feuerwehren zeitweise auszusetzen.

Tornados rücken Warnsystem in den Fokus

Doch die zunehmenden gefährlichen Unwetterlagen, wie zuletzt die Tornados im Hochstift, machen es aus ihrer Sicht notwendig, die Warnsysteme wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und regelmäßig Probleläufe durchzuführen. „Es ist wichtig, die verschiedenen Warnmittel zu kennen und die Signale richtig zu deuten“, erklären die für den Bevölkerungsschutz Verantwortlichen der sechs OWL-Kreise.

Neben dem OWL-Warntag wird in den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn auch der Probealarm für die Feuerwehren wieder regelmäßig durchgeführt. An jedem ersten Samstag im Monat, erstmals am 4. Juli, werden um 12 Uhr die Sirenen für die Feuerwehren getestet.

„Uns ist es sehr wichtig, dass die ukrainischen Geflüchteten von den Sirenen nicht überrascht werden. Deshalb bitten wir Verwandte, Bekannte und die Betreiber von Flüchtlingseinrichtungen darum, sie rechtzeitig über die Sirenentests und ihre Bedeutung zu informieren und ihnen so mögliche Ängste nehmen“, betont Matthias Kämpfer.

Weitere Informationen zu den Warnmitteln und den Bedeutungen der Signale gibt es im Internet unter: www.warnung.nrw oder www.warnsysteme.kreis-hoexter.de. Hier kann auch der Flyer zu den Warnsignalen heruntergeladen werden.

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