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Schützengilde Höxter pflegt Tradition: Majestäten Frank Wiesemann und Sandra Vogt pflanzen Eiche an der Weser

Königseiche säumt Weg zum Festplatz

Höxter

Die Königsallee am Weserufer ist um eine junge Eiche reicher: Frank Wiesemann, König der Schützengilde Höxter, und seine Mitregentin Sandra Vogt haben den Baum gemeinsam gepflanzt. Die Eiche ist die 17. in der Reihe der Königsbäume, die den Weg zum Festplatz säumen. „Möge sie wachsen und gedeihen“, brachte das amtierende Königspaar einen Herzenswunsch zum Ausdruck.

Von Sabine Robrecht

Lieb gewordene Tradition: Im Beisein ehemaliger Majestäten pflanzten König Frank Wiesemann und seine Mitregentin Sandra Vogt eine Eiche für die Königsallee an der Weser. Foto: Sabine Robrecht

Die Regenten setzten mit ihrer Königseiche eine Tradition fort, die der damalige König Ehrhard Becker 1986 ins Leben gerufen hatte. So gestaltet die Gilde ihre Heimatstadt mit und hinterlässt den Menschen Erinnerungen an ihre Könige. Natürlich wächst mit der Pflanzaktion auch traditionell die Vorfreude auf das große Schützenfest. Das ist nämlich immer nicht mehr weit, wenn König und Königin an der Weser zu Spaten und Gießkanne greifen.

Das tat Frank Wiesemann, der wegen der Corona-Pandemie schon vier Jahre regiert, mit tatkräftiger Unterstützung seiner Königin Sandra Vogt im Beisein ehemaliger Regenten. Einer von ihnen, Manfred Jouliet, begrüßte zuvor alle Majestäten, Schützen und Gäste zu diesem besonderen Ereignis. „Der Baum ist Symbol des Lebens, denn Bäume wachsen stetig. Sie werden älter als der Mensch“, betonte der frühere König und Kompaniechef der Ersten.

„Wer Bäume pflanzt, pflanzt Zuversicht in die Tradition der Gilde“, wertete Jouliet die „mittlerweile lieb gewordene Tradition“ als wichtiges Signal. „Generationen nach uns werden dieser Besonderheit gedenken können. Denn wir pflanzen die Bäume nicht nur für uns, sondern auch für nachkommende Generationen.“ Am Königsstein werden die Namen der amtierenden Regenten Frank Wiesemann und Sandra Vogt verewigt sein.

Ihre Eiche ist sieben Jahre jung. Zum nachgeholten Jubiläumsfest am ersten Juli-Wochenende wird die Schützengemeinschaft allerdings noch nicht an ihr vorbeiziehen. Weil die Weserbrücke gesperrt ist, feiert die Gilde auf dem Parkplatz des Modehauses Klingemann in der Innenstadt. 2023 bekommt die junge Eiche dafür umso mehr Besuch. Die Landesgartenschau zieht Publikumsströme an die Weser. Und 2024 kommen dann auch wieder die Schützen des Wegs – mit einem neuen Regenten, der dann schon einen weiteren Baum dazu gepflanzt hat und über dessen Namen bereits munter spekuliert wurde, als Frank Wiesemann seine Eiche mit einem guten Schluck Bier angoss.

Zunächst aber werden die amtierenden Regenten strahlender Mittelpunkt eines Jubiläumsfestes sein, auf das sich die Menschen nach der langen Zeit der Pandemie von Herzen freuen.

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