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Plötzlich verschwundene Metallstele sorgt für Verwunderung

Krokusteppich vor Warburgs Südansicht

Warburg

Wer in den vergangenen Tagen am Warburger Kälken vorbeigekommen ist, der konnte dort ein wahres Naturwunder erleben. Während mancherorts die Krokusse schon wieder verblüht sind, breitet sich vor der malerischen Südansicht der Stadt ein wahres Meer dieser Blumen aus.

Von Jürgen Vahle

Auf dem Kälken blühen mittlerweile die Krokusse. 100.000 Blumenzwiebeln hatte das Hüffertgymnasium pflanzen lassen. Foto: Hubert Rösel

Der Krokusteppich ist das Ergebnis einer Aktion des Warburger Hüffertgymnasiums. Unter dem Oberthema „100.000 Krokusse für eine Million Bienen“ hatte die Nachhaltigkeits-AG der Schule unter Leitung von Sascha Fieseler im vergangenen Herbst von mehr als 120 Sponsoren über 10.000 Euro gesammelt, um die Blumen von einer niederländischen Spezialfirma in der Altstadt pflanzen lassen zu können.

Und das Ende des Projekts ist noch lange nicht erreicht, denn im ersten Jahr schaffen es längst nicht alle Krokusse durch die dicke Rasendecke. Der Krokusteppich, der schon in den vergangenen Tagen ein ausgesprochen beliebtes Fotomotiv bei Spaziergängern gewesen ist, dürfte also im kommenden Jahren noch deutlich prachtvoller werden. Für Susanne Krekeler, Direktorin des Warburger Hüffertgymnasiums, ist das ein gutes Beispiel dafür, wie sich Schule öffnen und auch in der Stadt etwas bewirken kann. Sie sei der Nachhaltigkeits AG auf jeden Fall dankbar, dass sie die Schule mit dem Projekt so positiv ins Gespräch bringt.

Etwas Verwirrung gab es in der vergangenen Woche allerdings noch um einen Erinnerungspfahl für das Projekt, der von der Firma Erlebnisstahl angefertigt und gespendet worden war. Er war zunächst am Kälken aufgestellt worden, zwei Tage später war er allerdings schon wieder verschwunden.

Nur für zwei Tage stand die Hinweisstele auf die ungewöhnliche Aktion der Schule. Dann wurde sie wieder abgebaut und wird nun am Gymnasium auf einer anderen Krokuswiese errichtet. Foto: Hubert Rösel

„Wir sind gerade bemüht, eine möglichst einheitliche Beschilderung in der Stadt hinzubekommen“, berichtet Bürgermeister Tobias Scherf. Beim Aufstellen der Edelstahl-Stele habe es offenbar ein Missverständnis gegeben. Daher war die Stele samt Betonfuß nach zwei Tagen wieder ausgegraben worden und soll nun nach Vorstellung der Stadtverwaltung an der Schule einen neuen Platz finden.

Auch dort waren nämlich auf einem Rasenstück zwischen Alt- und Neubau des Gymnasiums hunderte Krokusse gepflanzt worden. Den genauen Standort des Pfahls soll nun die Nachhaltigkeits-AG festlegen, sagt Schulleiterin Susanne Krekeler.

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