1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Marienmünster
  6. >
  7. Auf dem Weg zum neuen Pastoralen Raum

  8. >

Zweite Meilensteinveranstaltung in der Abtei Marienmünster stößt auf große Resonanz

Auf dem Weg zum neuen Pastoralen Raum

Marienmünster

Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den pastoralen Räumen Steinheim, Nieheim und Marienmünster haben sich im Schafstall der Kulturstiftung Marienmünster getroffen, um zusammen Visionen für eine gemeinsame Zukunft der katholischen Gemeinden zu entwickeln.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe des neuen pastoralen Raums Steinheim, Nieheim, Marienmünster (v. links): Elisabeth Seifert, Pastor Dr. Marcus Falke Böhne, Pfarrer Ansgar Heckeroth, Martin Falinski. Gemeindereferentin Michaele Grothe, Josef Fuhrmann und Diakon Markus Jux. Foto: Steuerungsgruppe

Über allem stand das „Zukunftsbild“ des Erzbistums Paderborn, das die Dekanatsreferentin Gisela Fritsche zunächst in einem kurzen Referat vorstellte. Ein Team aus neun haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern der Gemeinden stellte in kurzen Workshops die Ergebnisse aus einer vorangegangenen Fragebogenaktion vor.

Kirche steht vor großen Herausforderungen

Dabei wurde deutlich, dass die Kirche der Zukunft große Herausforderungen zu meistern hat. So ist der Priestermangel nur noch eines der Probleme, mit denen sich die Gläubigen konfrontiert sehen. Die Teilnehmer stellten fest, dass junge Menschen kaum noch Platz in der Kirche hätten. Beklagt wurde auch die Sprache der Kirche, die bei den Menschen nicht mehr ankomme. Engagierte Laien fühlten sich oft in ihrem Tun eingegrenzt und wenig respektiert. Die Kirche sei auch hier, im ländlichen Raum, bunter geworden: Während viele gründliche Reformen forderten, hielten andere an alten Traditionen fest. Diese unterschiedlichen Herausforderungen wurden eingehend diskutiert und sollen von der Steuerungsgruppe zu einer „Pastoralvereinbarung“ zusammengefasst werden.

Nach einer Kaffeepause sorgte zunächst der Kirchenclown Christophorus mit seiner ganz eigenen, humorvollen Sicht auf das kirchliche Leben für neue Erkenntnisse.

Mut machen für eine zukunftsfähige Kirche

Visionen, wie die Zukunft gelingen kann, bestimmten den zweiten Teil des Nachmittags. Dazu sammelten sich viele Vorschläge auf der großen Pinnwand: „Ich wünsch mir Gottesdienste, die mich wieder ansprechen“ war von einer Teilnehmerin zu hören. „In diesem großen Raum braucht es neue Formen der Kommunikation“ war auf einem andern Pinnwandzettel zu lesen. „Da sind so viele gute Gedanken, Mut machen auf eine zukunftsfähige Kirche“ resümierte Elisabeth Seifert, Mitglied der Steuerungsgruppe.

Den Abschluss des Tages bildete der gemeinsame Gottesdienst in der Abteikirche zu dem Pfarrer Ansgar Heckeroth die Teilnehmer einlud. Mitgestaltet von vielen Ehrenamtlichen und der Musikgruppe Gegenwind wurden die Eindrücke des Tages mit in die Feier hineingenommen.

Startseite
ANZEIGE