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Mädchen der Firmvorbereitung aus Marienmünster unterstützen Projekt „Hospiz“

Die gute Tat

Marienmünster (WB). Unter dem Motto „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit“ ließen sich vier Mädchen der Firmvorbereitung aus Marienmünster auf das Projekt „Hospiz“ ein.

Heinz Wilfert

Akt der Menschlichkeit: Unter dem Motto „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit“ haben junge Mädchen der Firmvorbereitung Geld für das Hospiz in Bad Pyrmont gesammelt. Foto: Heinz Wilfert

Im Hospiz „Haus Bethesda“ in Bad Pyrmont wurden die Firmlinge und Projektleiter von der Pflegedienst- und Hospizleiterin Marianne Gehring wärmstens in Empfang genommen. Sie erzählte von der Arbeit im Hospiz und konnte durch ihre offene und wertschätzende Art einen guten Draht zu den Firmlingen aufbauen, um ihnen die Angst vor diesem Ort und dem Thema „Sterben und Tod“ nehmen. Weitere Informationen bekam die Firmgruppe bei einer Führung durch das Hospiz, das sich nicht als düsterer Ort darstellte. Warme Farben, bunte Bilder, Düfte, freundliches Personal sowie ein eigenes Wohnzimmer und ein Gebetsraum für die Gäste und das Personal hat dieses Haus.

Haus strahlt Wärme und Ruhe aus

„Gäste“ werden die Bewohner eines Hospizes genannt. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet und es besteht die Möglichkeit, dass Angehörige dort übernachten können oder sich ein Gästezimmer nehmen, um so ihren Liebsten nahe zu sein und sich in Ruhe verabschieden zu können. Selbst Tiere sind hier erlaubt und jeden erfüllbaren Wunsch eines Gastes versucht das Hospiz nach Möglichkeit zu realisieren. Hier kann man in Würde Abschied nehmen und sterben.

Bei den Firmlingen wurde die Angst in etwas Positives verwandelt, weil das Hospiz Wärme und Ruhe ausstrahlt. Ein weiteres Treffen im Hospiz wurde durch eine Kuchenback-Aktion begleitet. Die Küche des Hospizes stand für die Firmlinge zum Backen bereit; diese suchten sich ein Gugelhupf-Rezept heraus und kreierten den Kuchen in bunten Regenbogenfarben. Allen bettlägerigen Gästen wurde ein Stück Kuchen vom Pflegepersonal dargereicht. Es wurde viel gelacht, was am Anfang des Projektes noch alle für unvorstellbar hielten.

Mal-Aktion von Corona durchkreuzt

Im Anschluss schlug Marianne Gehring für das dritte Treffen der Firmlinge eine Mal-Aktion vor, eine Wandgestaltung in einem der Gästezimmer. Die Idee, eine Wand farblich zu gestalten, wurde aber von Corona durchkreuzt. Das gesamte Projekt lieferte der Gruppe eine positive Erfahrung für ihre Firmvorbereitung, denn sie hat für einen neuen Blickwinkel in der Eigenständigkeit und der Verantwortung im sozialen Miteinander geführt. Da ein Hospiz auch von Spenden getragen wird, hatten die Firmgruppe Finja Surmann, Madita Pecjak, Leonie Wennemann und Zoe Otte um die beiden Projektleiterinnen Dagmar Surmann und Sandra Heutger die Idee für eine Waffelback-Aktion sowie eine Kollekten-Sammlung (vor Corona). Dadurch kam die stolze Summe von 866 Euro zusammen.

Zur Scheckübergabe waren der Geschäftsführer Pastor Bernhard Jess sowie die Hospiz- und Pflegedienstleitung anwesend, die sich herzlich für die Spenden bedankten. Pastor Jess nannte die Spendenaktion einen Akt der Menschlichkeit und des gegenseitigen Für- und Miteinanders.

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