1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Marienmuenster
  6. >
  7. Engagierte Frauen prägen die Ortschaft

  8. >

Katholische Gemeinschaft aus Bredenborn feiert 100-jähriges Bestehen

Engagierte Frauen prägen die Ortschaft

Bredenborn (WB). Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) blickt in Bredenborn auf eine stolze 100-jährige Geschichte zurück. Das soll in der Ortschaft am Sonntag, 10. Juni, unter dem Motto »Engagiert in die Zukunft und stolz auf Vergangenes« mit einem bunten Programm gefeiert werden.

Dennis Pape

Das Leitungsteam der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands in Bredenborn freut sich bereits auf die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen (von links): Irmgard Meyer, Marianne Grabbe, Uta Brenneker, Thea Schlick, Aloysia Müller und Gerda Rosche. Foto:

Ihr 100-jähriges Bestehen will die kfd Bredenborn auch zum Anlass nehmen, um sich für den großen Einsatz der Frauen zu bedanken, die im vergangenen Jahrhundert die Frauengeschichte in der Ortschaft geprägt und sich für die Frauen aktiv eingesetzt haben. Die kfd ging aus dem 1918 gegründeten katholischen Mütterverein hervor. Ging es früher hauptsächlich um die Themen Kinder, Kirche und Küche, so bringen sich die kfd-Frauen heute auch gesellschaftspolitisch sowie kulturell ein und treten für die Verbesserung der Rechte von Frauen und Müttern sowie einer aktiven Freizeitgestaltung ein.

Fest beginnt mit Gottesdienst

Das Jubiläumsprogramm beginnt an diesem Tag um 10.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Joseph in Bredenborn. Im Anschluss daran sind der Festzug zur Schützenhalle mit anschließendem Empfang und Begrüßung der geladenen Gäste sowie Mitglieder geplant. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgen Grußworte und Festreden. »Mit geselligen Stunden und einem schönen Überraschungsprogramm mit Kaffee und Kuchen endet der Jubiläumstag«, betont Marianne Grabbe, die seit 2013 zusammen mit Uta Brenneker, Irmgard Meyer, Aloysia Müller, Gerda Rosche und Thea Schlick im Vorstandsteam die kfd führt.

1918 gegründet

Die kfd in Bredenborn wurde am 25. Januar 1918 durch Pfarrer Lorenz Winterberg als Katholischer Frauen- und Mütterverein gegründet. Bereits bei der Gründung sind der Gemeinschaft 179 verheiratete Frauen und Mütter beigetreten. Offiziell bestätigt wurde der Verein durch Bischof Carl-Josef am 19. Februar 1918 in einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Bredenborn. Anschließend erfolgte die Einführung und erste Aufnahme der Frauen im Hohen Dom zu Paderborn am 24. März 1918. Ende des Gründungsjahres haben sich dann auch die unverheirateten Frauen aus Bredenborn zum Jungfrauenverein zusammengeschlossen. Bis zum Zusammenschluss des Frauen- und Müttervereins mit dem Jungfrauenverein 1956 haben beide getrennt voneinander ihre Aufgaben wahrgenommen – sichtbar auch durch die zwei Festzüge am Schützenfestmontag.

Frauenbild verändert sich

Durch die Veränderung des Frauenbildes, das sich zuvor primär an Kirche, Küche und Kindern orientiert hatte, haben sich schließlich auch die Aufgaben des damaligen Zusammenschlusses geändert. »Dies wurde dann auch erkennbar durch die Namensänderung in kfd Bredenborn«, erläutert Marianne Grabbe. Die Zielsetzung des Verbandes Katholische Frauengemeinschaft Deutschland stehe unter dem Leitwort »Leidenschaftlich glauben und leben«. Mit ihren kirchlichen und gesellschaftlichen Zielen strebe der Verband die Verbesserung der Lebenswirklichkeit von Frauen in Kirche und Gesellschaft an – unter anderem durch mehr Teilhabe in der Kirche, mit der Forderung nach gleichen Löhnen für Frauen und Männer, mit der Anerkennung von Erziehungszeiten für die Mütterrente für alle Mütter, durch die Verbesserung von Bildungschancen für Frauen und Kinder sowie Altenhilfe und die Freizeitgestaltung mit kulturellen Angeboten.

Mehr Teilhabe ermöglichen

»Für uns ist es wichtig, die Situation von Frauen in Kirche und Gesellschaft zu verbessern und mehr Teilhabe zu ermöglichen – denn bisher ist die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft noch nicht erreicht. Viel zu oft werden Entscheidungen allein von Männern getroffen. Und diese wirken sich oft nachteilig für Frauen aus«, sagt Marianne Grabbe stellvertretend für das engagierte Leitungsteam: »Wir wollen in Bredenborn mitwirken an gesellschaftlichen und kirchlichen Entscheidungen durch Veranstaltungen und als Gremienvertretung zur Gestaltung und Organisation des gesellschaftlichen, kulturellen und kirchlichen Lebens. Die kfd ist daher auch Mitglied im Heimatschutzverein, dem Dachverein aller Bredenborner Vereine, seit dessen Gründung 1969. Unser Ziel als Leitungsteam ist es, die Lebenssituation von Frauen in Bredenborn zu verbessern – durch Freude und Teilhabe.« Die kfd sei der wichtigste Verein für Frauen in Bredenborn. Für diese möchte sich das Team auch in Zukunft einsetzen.

Startseite