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Bredenborner Vereine messen sich bei Wettkämpfen im Schotten-Sport

»Heiland?« »Nee, Highland!«

Bredenborn (WB). Nein, bei diesen Spielen ging es nicht um den Heiland, und die Männer in den roten Röcken waren auch keine gealterten Messdiener.

Timo Gemmeke

Für besonders gute Laune – auch auf Seiten des Publikums, welches mit aufklarendem Himmel immer mehr wurde – sorgen Disziplinen wie das Baumstammtragen. Dabei werden die Zeiten aller Teams gestoppt. Zur Koordination entwickelt jedes Team seine eigene Taktik – zur Freude der Zuschauer. Fotos: Timo Gemmeke Foto:

Für ein wenig Nächstenliebe war bei den sonst so beinharten »Highland Games« dann aber doch Platz. In allen zehn Disziplinen – vom Baumstammwerfen bis zum Sackhüpfen – feuerten sich die »Clans« gegenseitig an, die auf Einladung des Bredenborner Sportvereins die Schulwiese zum schottischen Hochland machten.

Die Tradition der »Highland Games« stammt von der britischen Insel, aus Schottland genauer gesagt. Früher trafen sich Überlieferungen zufolge die Vertreter der verschiedenen »Clans« – den familiären und sozialen Großverbänden – um sich in den »Highlands« – dem schottischen Hochland – gegenseitig in verschiedenen Disziplinen zu messen. Heute werden die Spiele an verschiedenen Orten in Schottland mehr als 100 Mal im Jahr veranstaltet.

In Bredenborn war es am Wochenende das erste Mal. Insgesamt gingen acht Teams – darin Vertreter der Bredenborner Vereine – und Feuerwehrläufer Matthias Schmidt als Einzelkämpfer an den Start. Die Idee zum eher lockeren Wettstreit hatte Christof Müller vom SV Germania: »Beim Menschenkicker-Turnier in den Vorjahren hatten die Sportler, besonders die Fußballer, immer bessere Chancen«. Bei den »Games« hingegen gehe es nicht nur um Fitness.

Sondern ebenso um Koordination und Geschicklichkeit – und natürlich um Spaß an der Sache. Den hatten die Fünferteams, von denen einige sogar in rot-karierten Schottenröcken – den so genannten »Kilts« – aufliefen, mit Sicherheit. »Das ist einfach richtig cool«, waren sich auch die Kicker vom SV einig.

Für besonders gute Laune – auch auf Seiten des Publikums, welches mit aufklarendem Himmel immer mehr wurde – sorgten Disziplinen wie das Baumstammtragen. Dabei mussten die Teams einen Baumstamm schultern, mit dem sie erst sprinten und dann um mehrere Slalomstangen und durch aufgereihte Treckerreifen laufen mussten. Zur Koordination entwickelte – wie bei allen Spielen – jedes Team seine eigene Taktik. Wenn es dabei etwas pragmatischer zuging, gab es für beide Seiten etwas zu lachen. Auch im Publikum wird beim nächsten Mal also nicht mehr zu hören sein: »Heiland?« Nee, Highland!«

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