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Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen in Vördener Einrichtung

Tierischer Besuch im Seniorenheim

Marienmünster (WB). Im Foyer des Albert-Schweitzer-Hauses laufen Hühner und Meerschweinchen unter den Tischen und Stühlen umher und werden von allen Seiten berührt, getätschelt und gestreichelt. Die Kaninchen Fine und Otto hoppeln hin und her, vier zahme Hühner spazieren gackernd in die Runde und die Meerschweinchen Max sowie Moritz knabbern am Grünzeug.

Meerschweinchen Max bei der Kontaktaufnahme mit Simone Ruhnke (links) und Maria Schwenzner (rechts).

Die Bewohner sind ganz aufgeregt über den nicht alltäglichen Besuch von Daniela Rodgers, Fachkraft für tiergestützte Therapie, die ihre sozialisierten Tiere mitgebracht hat. »Die Tiere bringen einen Grundcharakter mit, wie Menschen auch«, erklärt Daniela Rodgers – es gibt die Ruhigen, die Frecheren, die Ängstlichen. Man merke schnell, ob ein Tier neugierig und keck genug ist für einen Einsatz im Altersheim.

Die Tiere sind lieb und ausgeglichen und gehen von sich aus zu den Bewohnern, ganz ruhig und vertraut. Jeder Bewohner kann sich nach Belieben zurückziehen, so wie sich auch die tierischen Gäste verstecken können im Haus und im Tunnel. Alle Bewohner, die den Besuch der Tiere genießen, reden, plaudern und finden Worte, drücken sich aus und erzählen aus ihrem Leben.

Eine Bewohnerin berichtet begeistert, wie sie früher jeden Tag die Hühner auf dem elterlichen Hof versorgte und die vielen Eier einsammelte. »Es ist wie damals, als ich jung war«, freut sie sich. Dies ist das Ziel der Tierbesuche: Aktivierung der Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Biographie. Auch die Kommunikation unter den Senioren wird angeregt und gefördert.

Allein durch die Anwesenheit der Tiere entsteht ein spürbares Wohlgefühl. Die Bewohner sind an diesem Nachmittag besonders konzentriert und neugierig. Sie können ihre tierischen Zeitgenossen im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen begreifen.

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