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Rolf Marcel Fischer in Paderborn geweiht – Höxters Diakon Jonathan Berschauer wechselt nach Lippstadt

Neupriester wird Vikar in Brakel

Brakel/Höxter/Pad...

Der Pastoralverbund Brakel bekommt Anfang Juni nicht nur einen neuen Leiter. Mit Monsignore Andreas Kurte kommt auch Rolf Marcel Fischer in die Nethestadt. Fischer ist Neupriester, wurde am Samstag geweiht und tritt in Brakel seine erste Vikarsstelle an.

Marius Thöne (mit pdp)

Erzbischof Hans-Josef Becker nimmt das Weiheversprechen der Priesterkandidaten entgegen. Hier legt Diakon Rolf Marcel Fischer seine Hände in die Hände des Paderborner Erzbischofs. Foto: Thorsten Hennig

Fischer stammt aus Hagen, wurde 1993 geboren und studierte Theologie in Paderborn und Uppsala (Schweden). Im Pastoralen Raum Anröchte-Rüthen absolvierte Fischer sein Schul- und Gemeindepraktikum und war auch hier nach seiner Weihe als Diakon eingesetzt.

Insgesamt spendete Erzbischof Hans-Josef Becker vier Männern das Sakrament der Priesterweihe, darunter auch der Höxteraner Diakon Jonathan Berschauer sowie die Diakone Stephan Kersting aus Westenholz und Florian Reddeker aus Hövelhof. Berschauer wird künftig als Vikar in Lippstadt wirken, Reddeker in Neheim und Stephan Kersting in Hüsten.

Geladene Familienmitglieder und Gläubige aus den Heimat- und Diakonatsgemeinden konnten den Gottesdienst unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen im Hohen Dom mitfeiern. Viele Interessierte waren zudem via Live-Stream dabei. Am Ende des Gottesdienstes sagte Erzbischof Becker, dass unter den vier Neupriestern der einhundertste Priester sei, den er als Paderborner Erzbischof für das Erzbistum geweiht habe.

Erzbischof Hans-Josef Becker tauscht mit den neugeweihten Priestern den Friedensgruß als Zeichen der Verbundenheit und Gemeinschaft, hier mit Neupriester Jonathan Berschauer. Foto: Thorsten Hennig

Gott habe für jeden einzelnen Menschen eine eigene Stimme und eine unverwechselbare Lebensmelodie vorgesehen, führte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt aus: „Ihre Lebensmelodie erfährt heute eine sakramentale Linienführung: Das Sakrament der Weihe schlägt den Ton in Ihnen und durch Sie an, jenen Ton, den wir als Gottes Part erkennen dürfen“, sagte der Paderborner Erzbischof zu den Weihekandidaten. Es komme darauf an, dass jeder diesen Part als seinen höre und in sich aufnehme, denn nur dann ein guter Zusammenklang, eine Symphonie möglich.

„Als Ortskirche von Paderborn sind wir Gott dankbar, dass wir heute die Priesterweihe von vier Männern feiern dürften“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker am Ende des Gottesdienstes. „Wir dürfen in Dankbarkeit diesen Tag feiern und um Gottes Begleitung bitten, für die neuen Priester, für die Gemeinden und für uns selbst.“

Der Gottesdienst begann mit einem feierlichen Ritual: Die vier Weihekandidaten wurden durch Diakon Andreas Todt namentlich aufgerufen, traten einzeln vor Erzbischof Becker und erklärten mit den Worten „Hier bin ich!“ ihre Bereitschaft zur Weihe. Domkapitular Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer bat als Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars anschließend den Paderborner Erzbischof im Namen der Kirche, den Weihekandidaten das Sakrament der Priesterweihe zu spenden. Nachdem der Regens bestätigte, dass die Kandidaten würdig seien, das Weihesakrament zu empfangen, antwortete Erzbischof Becker: „Mit dem Beistand unseres Herrn und Gottes Jesus Christus erwählen wir diese unsere Brüder zu Priestern.“

Hostienschale und Kelch

Die Gottesdienstteilnehmer beteten dann für die Weihekandidaten und riefen die Heiligen der Kirche um Beistand an. Die vier Priesteramtskandidaten lagen währenddessen als Zeichen ihrer Hingabe flach ausgestreckt auf dem Boden des Altarraums im Hohen Dom – ein Ritual, das charakteristisch ist für jede Priesterweihe in der ganzen katholischen Weltkirche.

Nach der Allerheiligenlitanei legte Erzbischof Hans-Josef Becker jedem Weihekandidaten schweigend die Hände auf den Kopf und erbat für ihn die Kraft und Vollmacht Gottes. Auf diese Weise wird das geistliche Amt in der katholischen Kirche weitergegeben. Die vier Neupriester erhielten dann von ihren Heimatpfarrern ihre priesterlichen Gewänder, Stola und Messgewand, angelegt. Erzbischof Becker salbte dann den vier Neugeweihten jeweils die Hände mit heiligem Chrisam-Öl als Zeichen der Verbindung mit Jesus Christus.

Schließlich überreichte der Erzbischof den vier Neupriestern jeweils Brot in einer Hostienschale und Wein in einem Kelch als Zeichen für den Auftrag, die Eucharistie zu feiern. Zum Abschluss der Weihehandlung tauschten Erzbischof Hans-Josef Becker und der Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn als Konzelebrant mit den neugeweihten Priestern den Friedensgruß als Zeichen der Gemeinschaft.

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