1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Nieheim
  6. >
  7. Ausstellung in Nieheim: "Der Euro ist ein Friedensprojekt"

  8. >

20 Jahre Euro - Eröffnung am Samstag im Käsemuseum

Ausstellung in Nieheim: "Der Euro ist ein Friedensprojekt"

Nieheim

Am vergangenen Samstag ist im Deutschen Käsemuseum in Nieheim die Sonderausstellung „20 Jahre Euro“ feierlich eröffnet worden. Rund 35 Ehrengäste aus dem Kreis Höxter waren zugegen, als Jens Härtel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Höxter, die Eröffnungsrede hielt.

Bei der Ausstellungseröffnung in Nieheim (von links): Ursula Grewe (Brakel), Kreisdirektor Klaus Schumacher, Werner Dürdoth (stellv. Landrat) Johannes Schlütz, Jens Härtel (Sparkasse) Nicolas Aisch (Borgentreich) und Tobias Scherf (Warburg). Auf dem Foto fehlen die ebenfalls anwesenden Vertreter aus Marienmünster (1. stellvertretende Bürgermeisterin Sybille Mocker-Schmdt), Steinheim (Bernd Behling, Vorsitzender des Kulturausschusses) und Willebadessen (1. stellvertretender Bürgermeister Hubert Gockeln). Foto: Privat

Unter den Gästen befanden sich unter anderem der stellvertretende Landrat Werner Dürdoth, Kreisdirektor Klaus Schumacher sowie die Bürgermeister oder ihre Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden Steinheim, Marienmünster, Brakel, Borgentreich, Warburg und Willebadessen.

Geschichte des Euros

Härtel beschrieb die Geschichte des Euros in all ihren Facetten – beginnend mit den logistischen Herausforderungen bei Einführung des Euro-Bargeldes, über die Zeiten der Finanzmarkt- und Eurokrise bis hin zu den bis heute nicht vollendeten Harmonisierungsbemühungen in den Eurostaaten. „Der Euro ist in Summe betrachtet ein großer Erfolg,“ so das Fazit des Bankvorstandes. Er habe die Handelsbeziehungen zwischen den Euro-Staaten dynamisch wachsen lassen und den Wohlstand im exportstarken Deutschland spürbar erhöht.

Die Sonderausstellung „20 Jahre Euro“ wollte Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz nicht ganz ohne politische Botschaft dastehen lassen. Im Ausstellungsbereich „1992 bis 2013 – Bewegte Jahre“ wird deshalb anhand von Schlagzeilen und Artikeln aus der Bild-Zeitung aufgezeigt, wie ernst die Finanz- und Eurokrise eigentlich waren und welche Ressentiments auch zwischen den Ländern der Eurozone in dieser Zeit durch gewisse Medien geschürt wurden.

Globale Lösungen finden

Schlütz: „Wir alle haben das schon so gut wie verdrängt. Aus heutiger Sicht wissen wir aber, dass die Krisen in der Zeit von 2008 bis 2013 die Eurostaaten noch enger zusammengeschweißt haben, dass Solidarität zwischen den Eurostaaten zur Selbstverständlichkeit geworden und der Euro damit auch ein Friedensprojekt ist.“ Schlütz richtet einen Appell an die großen Staaten dieser Welt: Es müsse darum gehen, Lösungen für die Weiterentwicklung des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems zu finden und auf dieser Basis den Grundstein zu legen, um in allen Ländern rund um den Globus Investitionen vor allem in den Klimaschutz tätigen zu können.

Immer sonntags geöffnet

Die Ausstellung „20 Jahre Euro“ im Deutschen Käsemuseum, Lange Straße, ist jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet (Eintritt 3,50 Euro). Schulklassen und sonstige Besuchergruppen können aber auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten jederzeit einen Termin für einen Besuch der Ausstellung mit Führung bei der Nieheimer Stadtverwaltung vereinbaren.

Startseite
ANZEIGE