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Umweltprojekt in Nieheim: Akteure blicken auf ereignisreiches Jahr zurück – Infoabend geplant

Das „Bunte Land“ lockt die Jugend an

Nieheim (WB/hai). Was tun gegen den Klimawandel? Eine ganz einfache und sehr wirksame Möglichkeit lautet: „Bäume pflanzen!“ So nahmen Schüler des Wahlpflichtkurses „Biologie“ aus dem siebten Jahrgang der Realschule Nieheim ihre Zukunft selbst in die Hand und setzten gemeinsam zehn Obstbäume hinter den Klimapavillon in der Lehm­kuhle.

Lagerfeueridylle: Die Jugend lernt, auf die Natur Rücksicht zu nehmen und mit ihr im Einklang zu leben. Foto: Privat

„Dort entsteht aktuell eine öffentliche Streuobstwiese, die neben leckeren Früchten großen Wert für den Naturschutz besitzt“, sagte Dorothea Ahlemeyer dem WESTFALEN-BLATT. Die studierte Lehrerin, die aus Nieheim-Entrup stammt und viele Jahre in Bremen gelebt hat, fühlt sich mit ihrer Familie in Nieheim richtig wohl – und setzt sich mit anderen zum Beispiel bei der „Region-Challenge“ für die Nutzung von Nahrungsmittel aus der unmittelbaren Nähe ein. Regionale Küche statt Übersee-Produkte, dass sei auch eine Maßnahme, dem Klimawandel zu begegnen.

Die jüngste Baumpflanzaktion der Schüler sei Teil des Projektes „Erntezeit im Bunten Land“, das von der „Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen“ gefördert und vom Verein „Kommaktiv“ umgesetzt wird. In diesem Rahmen haben zuletzt 100 Grundschüler und 40 Realschüler die heimische Natur erkundet und viel über die Herkunft der Lebensmittel gelernt. Ahlemeyer: „Es gab verschiedene Garten-Rallyes, gemeinsame Ernte- und natürlich auch Pflanzaktionen, die den Kreislauf der Nachhaltigkeit unterstreichen. In den Ferien verbrachten außerdem Kinder der beiden örtlichen Kitas zwei Tage im bunten Land.“

Wiese und Wald erforschen

Gemeinsam erforschten sie Wiese und Wald, kochten über dem Feuer und stellten aus Naturmaterialien tollen Schmuck her. Nicht nur in den Ferien, sondern auch regelmäßig Freitagnachmittags sei auch die „Offene Ganztagsschule“ zu Gast gewesen. Übrigens: Erst seit Frühling 2019 gibt es das „Bunte Land“ und in dieser Zeit ist schon viel passiert.

Treffen am 14. Januar um 17 Uhr

Zu einem besonderen Informationsabend lädt daher das Team um Dorothea Ahlemeyer ein: „Am Dienstag, 14. Januar, möchten wir um 17 Uhr allen Interessierten die Gelegenheit geben, mit uns das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Ganz besonders herzlich eingeladen sind die Eltern und Großeltern, die von ihren Kindern regelmäßig Geschichten aus dem ‚Bunten Land‘ erzählt bekommen und vielleicht noch gar nicht richtig wissen, was das eigentlich ist – nämlich ein offener Gemeinschaftsgarten in der Lehmkuhle von Nieheim, in dem alle Interessierten ihre Ideen einbringen können, in dem gemeinsam gegärtnert, gespielt und von- und miteinander gelernt wird!“ Auch die ersten Pläne für das Jahr 2020 könnten beim Treffen im Januar besprochen werden.

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