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Weiter viele freiwillige Helfer

Feuerwehr Nieheim nimmt wieder Fahrt auf

Nieheim

Die Aufgaben der Feuerwehr sind breit gefächert. Um diesen gewissenhaft nachzukommen, benötigt es Übung, Routine und Zeit. Diese gemeinsame Zeit ist bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nieheim in den letzten Jahren Corona-bedingt ausgeblieben. Doch mit schneller werdenden Schritten nähert sich der Verband, welcher aus den Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet besteht, wieder der Normalität.

Die Freiwillige Feuerwehr Nieheim ist weiter Einsatzbereit. Das ist das Fazit der ersten Jahresabschlussbesprechung seit der Corona-Pandemie. Foto: Feuerwehr Nieheim

Zur Jahresabschlussbesprechung hatte Stadtbrandinspektor Ulrich Engelke alle Angehörigen der Löschgruppen in die Katholische Grundschule Nieheim eingeladen worden, um die Erfahrungen der letzten Jahre zusammenzutragen und Ehrungen sowie Beförderungen durchzuführen. Obwohl in den vergangenen drei Jahren 19 Angehörige der Löschzüge im Gemeindegebiet verstorben sind, ist die Nieheimer Wehr weiter gut aufgestellt. So tun im ersten Zug (Nieheim Kernstadt) 67, im zweiten (Eversen, Himmighausen, Merlsheim, Oeynhausen) 109 und im dritten Zug (Entrup, Erwitzen, Holzhausen, Sommersell) 105 Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst.

Engelke: „Schön wäre es, wenn der Anteil der Frauen etwas steigen würde“. In den letzten drei Jahren kamen insgesamt 25 Kameradinnen und Kameraden zu den Einsatzabteilungen der Stadt Nieheim hinzu. Hiervon konnten 19 Personen neu aufgenommen werde, zwei Kameraden schlossen sich aus anderen Städten an und vier Kameraden rückten aus den Jugendfeuerwehrverbänden nach. Die Einsatzstatistiken weisen über die Jahre 2019 bis 2021 einen kleinen Rückgang beim Einsatzaufkommen aus. Während die Einsatzabteilungen 2019 zu 64 Einsätzen ausrückten, so waren es 2020 63 und im letzten Jahr noch 59 Einsätze. Neben den routinemäßigen Einsatzstichwörtern, wie „Verkehrsunfall“, „Einsatz mit Tieren“ oder „Ölspur“ nahm der Anteil an Wasser- und Sturmschäden im Stadtgebiet spürbar zu.

Große Herausforderungen

„Klimaveränderungen führen in jüngster Zeit zu Entwicklungen, die wir uns nicht mal in unseren Albträumen haben vorstellen können“ resümierte Bürgermeister Johannes Schlütz in seiner Rede und bezog sich dabei auf die jüngst aufgetretenen Tornados in den Kreisen Paderborn und Höxter. Umso wichtiger sei es, physisch, psychisch und materiell für den Ernstfall gewappnet zu sein. Dazu Schlütz: „Die Stadt Nieheim hat in den vergangenen drei Jahren knapp über eine Million Euro in die Feuerwehren investiert – in Fahrzeuge und Ausrüstung und auch in Gebäude. Letztere werden in den kommenden Jahren immer weiter ausgebaut.“ Engelke brachte die hohe Einsatzbereitschaft seiner Leute auf den Punkt: „Jeder aktive Feuerwehrkamerad leistet umgerechnet 13 Stunden Dienst pro Jahr im Einsatz oder in der Ausbildung, vollkommen uneigennützig für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nieheim“, so der Stadtbrandinspektor.

Immer Einsatzbereit

Neben dem aktiven Personal sei es aber auch wichtig, die Ausrüstung und die Fahrzeuge immer Einsatzbereit zu halten. Die Einsatzfahrzeuge seien im Stadtgeiet im Durchschnitt 16,5 Jahre alt, merkte Wehrführer Engelke an. Für ihn sei aber die „Fahrzeugneubeschaffung in der Stadt Nieheim auf einem guten Weg“. Bürgermeister Schlütz ergänzte, dass das neue Feuerwehrauto für Eversen bereits auf der Einkaufsliste stehe. Danach solle ein neues Fahrzeug für die Löschgruppe Holzhausen angeschafft werden. „Denn hier steht mit 33 Jahren mittlerweile das älteste Fahrzeug im aktiven Dienst in Nieheim“, so der Bürgermeister.

Nachwuchs aktiv

Abseits der Einsatzabteilungen werde in Nieheim auch viel für die Nachwuchsausbildung getan. Unter Mario Bertram seien momentan 19 Jungen und zwei Mädchen in der Jugendfeuerwehr aktiv. So nahmen sie am „Spiel ohne Grenzen“ in Bad Driburg teil, veranstalteten ein Grillhüttenfest und beteiligten sich mit einer Gruppe bei der Abnahme der Leistungsspanne, freut sich Engelke. Zwar wurden 2020 und 2021 die Übungsdienste heruntergefahren, doch seit dem 1. März werde wieder ein regelmäßiges Treffen alle 14 Tage anberaumt.

Einladung zum Feuerwehrfest

Stadtbrandinspektor Engelke: „Die Zeit, die von den Mitgliedern der Feuerwehr zum Wohle der Mitbürger für Übungsabende, Übungen, Leistungswettkämpfe und sonstige Weiterbildungen aufgebracht wird, minimiert jene Zeit, die im Einsatzfall aufgewendet werden muss – und dadurch wiederum können hohe Vermögensschäden vermieden und möglicherweise sogar Leben gerettet werden“. Johannes Schlütz ergänzte: „Kommen Sie Anfang Juli alle nach Nieheim und feiern Sie gemeinsam mit uns das Feuerwehrfest.“ Dieses wird am Samstag, 2. Juli, und Sonntag, 3. Juli, in Nieheim ausgerichtet.

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