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Nächtliches Schnaps-Gelage am Gymnasiums-Eingang

Prozess um Messerstecherei in Steinheim

Paderborn/Steinheim

Eigentlich ist die Sache klar: Ein 21 Jahre alter Steinheimer gibt zu, dass er einem Mann, mit dem er zuvor eine Auseinandersetzung hatte, ein Messer in die Brust gerammt hat. Die Schwierigkeit für die große Jugendkammer des Paderborner Landgerichts ist aber, die näheren Umstände des Vorfalls aufzuklären.

Von Ulrich Pfaff

Der Prozess um die Messerattacke wird fortgesetzt. Foto: dpa

Es war offenbar eine Menge Alkohol im Spiel in jener Januar-Nacht, und die Idee eines Steinheimers, zur Klärung des Verbleibs seines Portemonnaies eine Softair-Pistole mitzunehmen, war nicht gerade dazu angetan, die aufgeheizte Stimmung zu entschärfen. Wie berichtet, hatte seinerzeit im Zuge einer tätlichen Auseinandersetzung ein 30-jähriger Steinheimer einen um ein Haar todbringenden Messerstich in die Brust bekommen, sein Freund war von einer aggressiven Gruppe junger Männer übel verprügelt worden. Der 29-Jährige hatte eigentlich nur sein Portemonnaie wiederhaben wollen, das er zuvor auf dem Schulhof – bei einer ersten Rangelei mit der dort dem Alkohol mächtig zusprechenden Gruppe – verloren hatte. Er habe den jungen Männern mit der Pistole gedroht, „es sollte ja auch ein bisschen echt wirken. Aber dann haben die gemerkt, dass ich nichts mache.“

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