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71.000 Menschen im Kreis Höxter das erste Mal geimpft – Keine Terminverlegung aufgrund von Urlaub möglich

Quote springt über 50 Prozent

Kreis Höxter

Jeder zweite Mensch im Kreis Höxter ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfquote bei den Erstimpfungen ist auf 50,74 Prozent gestiegen.

Blick in den Warte- und Beobachtungsbereich im Impfzentrum in Brakel. Bis zu 1000 Impflinge kommen pro Tag. Foto: Michael Robrecht

Rund 27.000 Menschen haben schon ihre Zweitimpfung erhalten. Das berichtet die Kreisverwaltung am Freitag. Zusammen mit den Menschen, die den Impfstoff der Firma Johnson & Johnson erhalten haben, der für einen vollumfänglichen Schutz nur eine Impfung benötigt, haben 20 Prozent der Menschen im Kulturland somit den vollen Impfschutz.

„Am 27. Dezember 2020 wurde auch im Kreis Höxter die erste Corona-Schutzimpfung verabreicht. Fast auf den Tag genau nur fünf Monate später konnten bereits rund 71.000 Menschen in unserem Kreis das Impfangebot wahrnehmen. Das zu erreichen, war eine organisatorische Meisterleistung, für die ich mich bei allen Beteiligten von ganzem Herzen bedanke“, freuen sich Landrat Michael Stickeln und der Ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Jens Grothues. „Den hervorragenden Fortschritt verdanken wir der erstklassigen Arbeit, die im Impfzentrum und in den Arztpraxen geleistet wurde. Alle Beteiligten haben durch ihr außerordentliches Engagement, sowohl in den niedergelassenen Arztpraxen als auch im Impfzentrum, zu diesem Erfolg beigetragen. Diese Kombination hat sich bewährt. Einmal mehr haben wir im Kreis Höxter bewiesen, zu welchen Erfolgen wir in der Lage sind, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Ich hoffe sehr, dass die Impfstofflieferungen jetzt nicht weiter ins Stocken geraten und unser Tempo dadurch gebremst wird.“

Terminverschiebung wegen Urlaub nicht möglich

Eine besondere Herausforderung ist, dass viele Menschen ihren Termin für die zweite Impfung im Impfzentrum verschieben möchten – mit der Begründung, dass sie zu dieser Zeit Urlaub geplant haben. „Das ist für mich ehrlich gesagt absolut unverständlich. Und es ist ein Hohn für alle Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung ihren Impftermin herbeisehnen, um sich vor den schweren gesundheitlichen Folgen einer Infektion zu schützen“, macht Krisenstabsleiter Matthias Kämpfer deutlich.

„In den vergangenen Monaten wurden wir mit tausenden Anfragen überflutet, wann denn endlich Impftermine möglich sind. Dass einigen Menschen offenbar nun der Urlaub wichtiger ist als der Impftermin, kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen. Jeder sollte sich der Bedeutung der Impfung bewusst sein“, sagt Kämpfer. „Da muss ein Urlaub hintenanstehen.“ Zudem könne der Kreis Höxter Termine, die über die Kassenärztliche Vereinigung gebucht worden sind, nicht verschieben.

Impftermine verfallen

Der Krisenstabsleiter macht deutlich, dass eine Verschiebung eines Impftermins nur in begründeten Ausnahmefällen möglich ist, etwa bei einem Krankenhausaufenthalt oder einer anstehenden Operation. Impftermine im Impfzentrum, die aufgrund von Urlaub nicht wahrgenommen werden, verfallen.

Die Coronaschutzverordnung knüpft weitere Lockerungen des öffentlichen Lebens stufenweise an die Inzidenz. Als Grenzwerte hierfür nennt die Verordnung die Werte 100, 50 und 35. „Die Zuordnung zu einer niedrigeren Inzidenzstufe erfolgt, wenn der jeweilige Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird, mit Wirkung für den übernächsten Tag“, erklärt Krisenstabsleiter Kämpfer. Konkret würde das für den Kreis Höxter bedeuten, dass ab Mittwoch, 2. Juni, neue Lockerungen gelten könnten, wenn die Inzidenz bis dahin nicht wieder über 50 steigt.

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