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40 Interessierte machen sich ein Bild von dem Wald des Gliedervermögens

Rundgang mit dem Förster in Bühne

Borgentreich-Bühne

40 Interessierte haben in diesen Tagen an einem Rundgang durch den Wald des Gliedervermögens Bühne mit dem zuständigen Förster Benedikt Stöcker teilgenommen.   Er machte deutlich, dass der Hochwald, speziell die Buche, erheblich durch die Trockenheit leidet. 

Im Anschluss an den Rundgang durch den Wald des Gliedervermögens gab es ein gemütliches Beisammensein. Foto: Wilhelm Waldeyer

Der Förster muss diese sehr aufmerksam beobachten und bei beginnender Braunfärbung des Blattwerks rechtzeitig entscheiden, den Baum einer Verwertung zuzuführen, entweder als Nutz- oder Brennholz.

Fortschreitende Trockenschäden mindern erheblich die Qualität. Sturm- und Käferbefall in Verbindung mit der langanhaltenden Trockenheit strapazieren enorm den gepflanzten Aufwuchs, teilte der Förster mit.  Man gehe von einem Ausfall von bis zu 40 Prozent aus. Bestände mit Naturverjüngung aus den zwei Jahren davorhätten sich gut entwickelt. Erstaunlicherweise sei die Vielfalt der Baumarten, die sich naturgemäß entwickelt haben, sehr gut. Gerade die Birke als Pionierbaum stehe sehr gut da.

Die Birke gibt nachfolgenden Bäumen, wie etwa Fichte und Buche Schutz vor der Sonne. Man ist sehr optimistisch, dass durch die Veränderung des „Waldes“ in Form von mehr Laubwald und Mischkulturen, dem Klimawandel getrotzt werden kann und in nächsten Generationen wieder ein Natur- und Nutzwald zur Verfügung steht.

Otto Lenz und Werner Klare, als Informierte bezüglich des Gliedervermögens und der Bürgerstiftung, erläuterten die Entstehung und die derzeitige Situation des Gliedervermögens. Der Ertrag/Erlös des Gliedervermögens für die Bühner Berechtigten wird durch den Holznutzausfall in den kommenden Jahren arg strapaziert werden. Es gebe aber keine Alternative.

Setzlinge vor Wildverbiss schützen

Durch die jetzt begonnenen und fortgesetzten forstlichen Aufforstungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen wird den zukünftigen Generationen Rechnung getragen. Der Wald wird sich verändern, aber doch den Menschen als Erholungs- und Freizeitort, hier an dieser Stelle, weiterhin nutzbar bleiben.   Wir sind optimistisch, betonen Lenz und Klar. Durch den angebrachten Einzelschutz von Setzlingen werde dem Wildverbiss vorgebeugt. Diese Maßnahme habe sich gut bewährt, wenngleich ein Nachpflanzen mit Mühe verbunden sei.

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