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Verein Natur und Technik veranstaltet Tag der Ingenieure im Kreishaus

Schüler werfen in Höxter einen Blick in ihre berufliche Zukunft

Höxter

„Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!“ Das Titellied der weltbekannten Kindersendung „Sesamstraße“ wurde zwar nicht abgespielt, aber das Motto sehr erfolgreich umgesetzt. Der nun schon zum fünften Mal vom Verein Natur und Technik durchgeführte Tag der Ingenieure brachte den teilnehmenden Schülern nicht nur  Spaß, sondern  vor allem wichtige Erkenntnisse aus erster Hand über eine mögliche berufliche Zukunft.

Beim Tag der Ingenieure (vorne von links):   Mark Becker (Gebr. Becker), Peter Gronemeyer (Gronemeyer Maschinenfabrik, Verein Natur und Technik), Alexander Behrendt (Gronemeyer Maschinenfabrik), Dr. Marlen Ley (Verein Natur und Technik) sowie (hinten von  links): Mohammed Helow, Laura Knaup, Stefanie Mönnekes (Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Höxter), Nina Gronemeyer (Gronemeyer Maschinenfabrik), Professor Dr. Johannes Üpping (TH OWL), Nils Dorn (Vereinsvorstand Verein Natur und Technik), Benedikt Speer (MINT-Lehrer Gymnasium St. Xaver Bad Dribur), Dominic Gehle (Abteilungsleiter Bildung und Integration, Kreis Höxter) Foto: Verein Natur und Technik

„Es soll vor allem gezeigt werden, dass es auch im Kreis Höxter attraktive Arbeitsplätze im Ingenieurbereich gibt“, sagte Dominic Gehle, Abteilungsleiter für Bildung und Integration beim Kreis Höxter zur Begrüßung den 21 Teilnehmern aus der gymnasialen Oberstufe des König-Wilhelm-Gymnasiums Höxter, des Gymnasiums St. Xaver Bad Driburg, der Gesamtschule Bad Driburg, der Gesamtschule Brakel und des Berufskollegs Kreis Höxter in Brakel. „Die Schülerinnen und Schüler, die vorhaben oder sich vorstellen können, ein Ingenieurstudium zu beginnen, haben die Möglichkeit, sich in zwei Unternehmen unterschiedliche Arbeitsbereiche von Ingenieuren anzuschauen“, ergänzte Peter Gronemeyer vom Beirat MINT-Berufs- und Studienorientierung des Vereins Natur und Technik, der den Tag der Ingenieure ins Leben gerufen hat.

Mehrere Unternehmen beteiligen sich

Für die Bereitschaft, dieses Unterfangen zu unterstützen, sprach Dominic Gehle den beteiligten Unternehmen Arntz Optibelt Gruppe, Gebrüder Becker GmbH & Co. KG, Gronemeyer Maschinenfabrik GmbH & Co., Konrad Reitz Ventilatoren GmbH & Co KG, Gas- und Wasserversorgung Höxter GmbH, sowie vom Kreis Höxter den drei Abteilungen Geobasisdaten, Geoinformationssysteme und Immobilienwerte, Straßen sowie Umweltschutz und Abfallwirtschaft seinen Dank aus.

Die gemeinsame Mittagspause in der Aula des Kreishauses in Höxter nutzten die    Teilnehmer zum angeregten Austausch. Sowohl Unternehmensvertreter als auch drei Vertreter und Vertreterinnen der Bundesagentur für Arbeit hatten für alle Fragen rund um die Themen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in den Ingenieurwissenschaften ein offenes Ohr.

Studium im MINT-Bereich gilt als anspruchsvoll

In seinem abschließenden Vortrag stellte Professor Dr. Johannes Üpping aus Hagedorn, Mitglied des Forschungsinstituts Future Energy – Institut für Energieforschung an der TH OWL in Lemgo, anhand seines Werdeganges dar, was man alles lernen – nicht nur fachlich, sondern auch über sich selbst – und vor allem schaffen kann.

„Wichtig ist, dass man das macht, was einem liegt und woran man Spaß hat“, sagte Üpping, schließlich sei ein MINT-Studium sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig. „Lernen und die Bereitschaft, lernen zu wollen, ist die Basis – damit kommt man für sich selbst weiter und bringt auch die Gesellschaft voran.“ Sowohl im Studium als auch bei der Promotion komme man mit vielen neuen Themen in Kontakt und könne sehr selbstständig arbeiten.

Anhand von konkreten Beispielen unterstrich Üpping die Bedeutung der technischen Studiengänge. Seine Forschungsschwerpunkte fokussieren sich auf das Energiemanagement und elektrische Speichertechnologien insbesondere in den Bereichen der Elektromobilität und des Gebäude-Monitorings. Forschungsthemen also, mit denen man in Zeiten der Energieknappheit „nicht ‚nur‘ Ingenieur, sondern eigentlich auch Weltverbesserer ist“, so Üpping.

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