Am „Steinkrug“: Kampfmittelräumdienst holt Weltkriegs-Panzerfaust-Reste

Spaziergänger finden alten Gefechtskopf im Wald

Höxter

Immer wieder werden in den Wäldern östlich der Weser zwischen Corvey, Fürstenberg und Meinbrexen Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Hier hatte es im April 1945 kurz vor Kriegsende heftige Kampfhandlungen gegeben.

Michael Robrecht

So ein Gefechtskopf einer Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg lag im Wald. Foto: dpa

Spaziergänger haben am Mittwoch einen Gefechtskopf einer Panzerfaust bei einem Waldspaziergang entdeckt und die Polizei informiert. Man habe sofort den Kampfmittelräumdienst aus Hannover in Marsch gesetzt und den Waldbereich unterhalb des Gasthauses „Steinkrug“ und der alten Bahnunterführung „Sollingtor“ am Radweg für einige Stunden abgesperrt, berichtete die Polizei Holzminden.

Solche Panzerfäuste sind zu Hunderten an Soldaten 1945 zum Kampf herausgegeben worden. Foto: dpa

Die Munitionsbeseitiger stellten nach Untersuchung der Granate fest, dass zum Glück kein funktionstüchtiger Zünder mehr am Gefechtskopf saß. So konnte das verrostete Teil zügig aus dem Waldstück abtransportiert werden. Menschen waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Bei den Spaziergängern handelte es sich um so genannte Sondersucher, die mit einem Metallspürgerät Metall- und Munitionsreste ausfindig machen. Besonders in den Wäldern östlich der Weser liegen noch reichlich Munitionsreste aus den Wochen des Kriegsende im Frühjahr 1945.

Wehrden 1945: US-Truppen überqueren die Weser. Wehrmachtssoldaten verteidigen zwischen Höxter und Lauenförde im Solling. Foto: wb

Die Polizei weist darauf hin, dass man Munitionsfunde in den Wäldern immer sofort melden solle, damit es beim Finder nicht zu Explosionen und gefährlichen Verletzungen kommt.

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