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Unternehmen Kronospan setzt auf neues Beschichtungswerk und Sanierung der Span-Schleifstraße – bis zu 60 zusätzliche Arbeitsplätze

100 Millionen Euro für Standort Sandebeck

Steinheim

Das Unternehmen Kronospan will am Standort Steinheim-Sandebeck erweitern und sanieren. Insgesamt sollen noch in diesem Jahr 70 Millionen Euro und im kommenden Jahr weitere 30 Millionen Euro in ein neues Beschichtungswerk und die Sanierung der Span-Schleifstraße investiert werden.

Heinz Wilfert

Als Hersteller von Spanplatten beschäftigt Kronospan am Standort Sandebeck nach eigenen Angaben etwa 250 Mitarbeiter. Um noch besser aufgestellt zu sein, wird erheblich investiert. Foto: Harald Iding

Die Planungen stellte der frühere Geschäftsführer Günter Dwelck vor, der inzwischen zwar im Ruhestand ist, das Projekt aber mit seiner langjährigen Erfahrung begleiten wird. Die Anträge würden schon bei der Bezirksregierung liegen. Unternehmenschef Kaindl habe die Investition freigegeben. Das bestehende Beschichtungswerk ist seit 20 Jahren in Betrieb. Rund 50 Prozent der hergestellten Rohplatten können derzeit mit den vorhandenen Kapazitäten beschichtet werden. „Ziel ist es, mit der neuen Anlage die Wertschöpfung und damit den Anteil der beschichteten Platten durch Veredelung zu erhöhen“, erklärte Dwelck im Rat Steinheim. Es gehe aber nicht um eine Erhöhung der Produktion, die Platten seien praktisch schon da.

Wichtig ist dem Unternehmen mit der Investition neben dem Bekenntnis zum Standort Sandebeck auch, dass man in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit „antizyklisch“ investieren wolle. Der gesamte Sachverhalt und das Informieren der Öffentlichkeit sind auch Steinheims Bürgermeister Carsten Torke sehr wichtig gewesen, um jede Form von „stiller Post“ und Gerüchten zu unterbinden.

Mit der hohen Investition setzt das Familienunternehmen Kronospan zudem ein deutliches Zeichen für den Standort Sandebeck und die Arbeitsplätze der aktuell 250 Mitarbeiter, deren Qualifikationen man besonders schätze und die nur eine geringe Fluktuation aufweisen. Das zeige sich auch daran, dass ständig ausgebildet werde (Mechatroniker, Elektroniker und Industriekaufleute). Dwelck „Wir haben eine gute Mannschaft!“

Durch das neue „Beschichtungswerk II“ sollen bis zu 60 neue Arbeitsplätze entstehen. Dwelck wies darauf hin, dass für das Unternehmen hohe Umweltstandards Gültigkeit besitzen und es regelmäßige Umweltbegehungen mit der Bezirksregierung Detmold geben würde, die aber nie zu Beanstandungen geführt hätten.

Es werde auch keine zusätzlichen Verkehrsbewegungen geben. Dwelck: „Die Belieferung und der Abtransport erfolgen wie bisher über die Landstraße.“ Der Start für die Baumaßnahme „Beschichtungswerk II“ soll im April erfolgen. Mit der Inbetriebnahme sei schon in 2022 zu rechnen.

Kronospan ist an 46 Standorten tätig – nicht nur in Europa, sondern auch in China und den USA. In Sandebeck werden eine Spananlage, eine HDF/MDF- Anlage, drei Beschichtungsanlagen und eine Fixmaß-Säge betrieben. Seit das große Werk in der Sandebeck 1982 übernommen wurde, habe Kronospan an diesem Standort bereits 250 Millionen Euro investiert. Damit würde deutlich, dass das Familienunternehmen Gewinne ständig reinvestiere.

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