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Freiwillige Feuerwehren der Großgemeinde Steinheim ziehen Jahresbilanz

2615 Ausbildungsstunden im Ehrenamt

Steinheim (WB). Schon nach wenigen Minuten im neuen Jahr begann für die Feuerwehr Steinheim mit einer ersten Alarmierung der Ernstfall, als der Löschzug mit seiner Drehleiter in der Silvesternacht zu einem Großbrand nach Erwitzen gerufen wurde. Bei der Jahresdienstbesprechung der Führungskräfte aller Steinheimer Wehren im Feuerwehrgerätehaus Rolfzen sicherte Bürgermeister Carsten Torke allen Feuerwehrkräften seinen vollen Respekt und jede erdenkliche Unterstützung für Ausrüstung und Schutz zu.

Heinz Wilfert

Zahlreiche Beförderungen, Entlassungen aus Funktionen und Ernennungen sind bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Steinheim vorgenommen worden – im Beisein von mit Kreisbrandmeister Rudi Lüke (links), Wehrführer Jörg Finke (2. von links) und Bürge-meister Carsten Torke (rechts). Foto: Heinz Wilfert

2019 belief sich die Zahl der Gesamteinsätze aller Steinheimer Wehren nach dem Bericht von Wehrführer Jörg Finke auf 131. Sorgen bereitet die hohe Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen – 14 alleine bei Kronsopan in Sandebeck, wo nun eine „interne Lösung“ Besserung bringen soll. Torke würdigte vor allem den ehrenamtlichen Einsatz. „Rat, Verwaltung und Politik wissen das zu schätzen.“ Das drücke sich auch in der finanziellen Wirklichkeit aus. 700.000 Euro seien im Entwurf des städtischen Haushalts 2020 enthalten, davon 50.000 Euro für Schutzmaßnahmen und 430.000 Euro für ein neues TLF für den Löschzug Steinheim.

Auf die Erneuerung von Feuerwehrgerätehäusern werde man in den nächsten Jahren ein besonderes Augenmerk legen. Für laufende Jahr wünschte der Bürgermeister möglichst wenig Einsätze und stets eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen. Auch Kreisbrandmeister Rudi Lüke sagte, dass das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren nicht zu unterschätzen sei. Selbst eine Berufsfeuerwehr komme nicht ganz ohne Freiwilligkeit aus.

Auf Kreisebene funktioniere der Atemschutz sehr gut, das Personal im Rettungsdienst sei aufgrund stark gestiegener Einsätze aufgestockt worden. Nur der Umbau der Leitstelle hinke etwas hinterher. Für das Jahr 2021 kündigte ­Lüke den Bau einer neuen Rettungswache in Steinheim an.

Wehrführer Jörg Finke freute sich, dass mit Unterstützung der Feuerwehren und der Stadt Defibrillatoren angeschafft werden konnten (wir berichteten), die an den Feuerwehrgerätehäusern aller Ortschaften angebracht sind.

Gut aufgestellt seien nach den Berichten der Jugendwarte die Jugendfeuerwehr Sandebeck mit 27 Mitgliedern. Sechs wurden zuletzt in die aktive Wehr aufgenommen.

Engagierte Jugendfeuerwehr

Bei der Jugendfeuerwehr Steinheim, der 20 Jugendliche angehören (auch drei Mädchen), steht 2021 ein runder Geburtstag an - sie wird 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll im Rahmen des Sicherheitstages am 4. und 5. September des kommenden Jahres (2021) gefeiert werden. Finke bedauerte, dass derzeit die Ehrenabteilung ohne Ansprechpartner sei. Deshalb mussten geplante Aktivitäten kurzfristig abgesagt werden, auch zuletzt die Weihnachtsfeier. „Es würde helfen, wenn sich jemand melden würde, die Aufgabe zu übernehmen“, appellierte Finke.

Insgesamt haben die Feuerwehrkräfte Steinheims im abgelaufenen Jahr 2615 Ausbildungsstunden abgeleistet – und das zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst mit Übungsabenden und Einsätzen. „Die Ausbildung bewegt sich auf hohem Niveau, die Zahl der Stunden liegt nur wenig unter denen im Jahr zuvor“, so der stellvertretende Wehrführer Stadtbrandinspektor Uwe Niehörster. 1115 Stunden entfielen auf Stadtebene, 850 Stunden auf Kreisebene, 444 Stunden auf Landesebene am Institut der Feuerwehr in Münster, 206 Stunden beim Verband der Feuerwehren Nordrhein Westfalens und der Industrie. Am Leistungsnachweis haben aus Steinheim 50 Kameraden in sieben Gruppen teilgenommen. Zehn Abzeichen konnten verliehen werden – darunter einmal Gold für 30 Teilnahmen und dreimal Gold 35 für 35 Teilnahme.

Beförderungen

Die Wehrführung nahm zahlreiche Beförderungen, Entlassungen aus Funktionen und Ernennungen vor. Zu Atemschutzbeauftragten wurden Mike Kirsch und Florian Gehle (beide LZ Steinheim) ernannt. Es gab folgende Beförderungen: zum Brandmeister Dominik Müther (LG Grevenhagen); zum Oberbrandmeister Falk Helmes (LG Eichholz), Alexander Günther und Stephan Pollmann (beide LZ Steinheim); zum Hauptbrandmeister Stefan Kröger (LG Eichholz). Entlassungen aus Funktionen: Daniel Böwingloh als LG-Führer Bergheim; Stefan Kröger als Einheitsführer LG Eichholz; Gerd Schubert als Einheitsführer LG Grevenhagen; Falk Helmes als stellvertretender Einheitsführer LG Eichholz; Holger Hillebrand als stellvertretender Löschgruppenführer LG Grevenhagen.

Ernennungen

Ernennungen zu stellvertretenden Einheitsführern: Stefan Kröger LG Eichholz; Daniel Böwingloh LG Bergheim, Frank Eichmann LG Rolfzen; Christoph Kleine LG Sandebeck; Simon Tracht LG Vinsebeck; Jochen Steinkühler und Michael Hindahl (beide Zug 3).

Ernennungen zu Einheitsführern: Marius Wösterfeld LG Bergheim; Falk Helmes LG Eichholz; Heinz-Jürgen Borgmeier LG Rolfzen; Josef Lange LG Vinsebeck; Michael Hölscher LG Sandebeck. Nicht besetzt ist derzeit die Funktion des Einheitsleiters der LG Grevenhagen. Die Aufgabe werde daher kommissarisch von der LG Sandebeck übernommen.

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