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Steinheims Bürgermeister Torke stellt neue »Chefetage« von städtischen Einrichtungen vor

»Acht auf einen Streich«

Steinheim (WB). »Der frühe Vogel fängt den Wurm« – das hat sich wohl Bürgermeister Carsten Torke gedacht. Er hat gleich acht neue Führungskräfte präsentieren können.

Harald Iding

Steinheims Bürgermeister Carsten Torke (rechts) und Fachbereichsleiter Michael Hillen (4. von links) haben die »Neuen« in Leitungsfunktionen von mehreren städtischen Einrichtungen vorgestellt (von links): Elke Fritsche und Linda Freitag (Familienzentrum »Pusteblume«), Marie-Luise Berbüsse (Bücherei), Anna Sophie ­Türich (Musikschule), Christoph Kleine (Bauhof) sowie Andrea Meyer-Schrader und Katrin Geitel (Kindergarten Bergheim) – es fehlt Stefan Peters (Bauhof). Foto: Harald Iding

Denn noch bevor Steinheims langjährige Spitzenkräfte wie der bisherige Musikschulleiter Udo Obermann oder der Chef des städtischen Bauamtes, Rainer Drewes, nach jahrzehntelangem Engagement in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet werden, haben Verwaltungschef Carsten Torke und seine Fachbereichsleiter gleich für fünf städtische Einrichtungen ein neues Führungspersonal verpflichten können.

Bücherei und Musikschule

So leitet die Bücherei in Zukunft Marie-Luise Berbüsse, die derzeit noch in Salzkotten lebt und sich sehr auf die neue Herausforderung freut. »Nach Jahren als Buchhändlerin und zuletzt in der Schulassistenz wollte ich wieder zurück zu den Büchern«, sagte die 57-Jährige, die früher in Delbrück viele Jahre lang eine Buchhandlung geführt habe. Gemeinsam mit drei weiteren Damen im Team ist sie seit gestern in den neuen Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss des neuen Bildungs- und Kulturzentrums (ehemals Weberschule) zu finden. Öffnungszeiten sind montags von 16 bis 18 Uhr, mittwochs von 16 bis 19 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr (Telefon: 05233/940720).

Kindergärten und Bauhof

Erstmalig wird mit der neuen Leiterin der Musikschule Steinheim, Anna Sophie Türich aus Sandebeck, eine ausgebildete Sängerin das Lehrerteam führen und Unterricht in dem neuen Fach »Gesang« geben. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und erhielt aufgrund ihres herausragenden Talentes mehrere Stipendien. Ihr Studium Operndiplom, Lieddiplom und Konzertexamen beendete sie mit Auszeichnung. Zuletzt hat sie mit erfolgreichen Chorprojekten in ihrem Wohnort und auch mit Liederabenden in Paris, Salzburg und Amsterdam für Aufmerksamkeit gesorgt.

Erstmalig »Gesang« als Unterrichtsfach

Mit der 46-jährigen Anna Sophie Türich (geborene Achilles) kommt ein musikalisches Multitalent und eine ausgewiesene Gesangsexpertin an die Emmer. »Ich freue mich auf die Kolleginnen und Kollegen – und auf eine enge Zusammenarbeit mit Chören, Kindergärten und Schulen.« Sie wird zum 1. Dezember dieses Jahres die Leitung der städtischen Musikschule übernehmen. Carsten Torke dazu: »So kann der Übergang besser gestaltet werden und Udo Obermann übergibt nicht einfach zum Jahresende die Schlüssel. Sein Wissen um die Abläufe in der Musikschule kann hier in den nächsten Monaten direkt an die Nachfolgerin weitergegeben werden.«

Großer Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt

Und es gibt weitere Personalveränderungen: Andrea Meyer-Schrader (50) wird sich verantwortlich um den städtischen Kindergarten in der Ortschaft Bergheim kümmern. Ihr zu Seite steht zukünftig als Stellvertreterin Katrin Geitel (38). In der Kernstadt übernimmt zum 1. Juli 2018 im Familienzentrum »Pusteblume« Linda Freitag (30) die Leitung. Elke Fritsche (40) wird stellvertretende Leiterin. Den Bauhof führt ab sofort der langjährige »Vize« und erfahrene Gartenbautechniker Christoph Kleine (48). Sein Stellvertreter ist Stefan Peters. Torke betonte, dass die Stadt Steinheim froh sei, trotz des großen Wettbewerbs bei Stellenausschreibungen (zum Beispiel Kreisverwaltung und freie Wirtschaft als Konkurrenz) die passenden Leitungspersönlichkeiten gefunden zu haben.

Kommentar

Was der Verwaltungschef in Steinheim und seine Fachbereichsleiter erreicht haben – das verdient auf ganzer Linie Anerkennung und Respekt. Denn wer heute den talentierten Nachwuchs oder erfahrene Kräfte für Führungsaufgaben für sich gewinnen kann, der kann gleich mehrfach punkten. Und mit den »Neuen« sind auch gleich deren Familienmitglieder mit »eingefangen« worden.

Torke mahnt bereits: »In etwa zehn Jahren werden geburtenstarke Jahrgänge in die Rente gehen und für große Lücken sorgen. Da müssen wir heute schon agieren!« Recht hat er. Denn die Zahl der »Nachrücker« zu rechten Zeit wird nicht steigen – im Gegenteil. Steinheim sorgt hier ideal vor!  Harald Iding

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