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Ausstellung der StKG im Steinheimer Möbelmuseum widmet sich dem Thema „Rosenmontag“

Der Straßenkarneval verzaubert alle

Steinheim (WB/nf). Der Rosenmontag und sein farbenprächtiger ideenreicher Umzug sind der Höhepunkt jedes Karnevals in Steinheim. Schon 1911 ist der erste organisierte Rosenmontagszug in der Emmerstadt nachgewiesen. Dem Thema „Rosenmontag“ widmete das Archivteam der StKG im Möbelmuseum die aktuelle Ausstellung „Rosenmontag in Stei´m – da bleibt keiner daheim“.

Bei der „kunterbunten Truppe“ war StKG-Präsident Dominik Thiet (6.von rechts) schon im Alter von einem Jahr im Umzug dabei. Auch Karnevalsprinz Marc Obermann (2. von links) zeigte sich von der aktuellen Ausstellung begeistert. Foto: Heinz Wilfert

Regina Schuler, die Vorsitzende des Fördervereins Möbelmuseum, konnte die vielen Besucher und Karnevalsfreunde zur Ausstellungseröffnung in Versform begrüßen: „Nun ist es wieder mal soweit, es ist Man teou und Narrenzeit.“ Die Ausstellung zum Straßenkarneval hatte das Archivteam der StKG aus den vielen im Archiv lagernden Unterlagen zusammengestellt. Thomas Göke, der Leiter des Archivteams: „Das Thema Rosenmontag ist weit gefasst. Besonderen Wert haben wir dieses Mal auf die Fußgruppen gelegt.“

Schon in den bisherigen Ausstellung, die alle unter einem anderen Motto gestanden haben, wurde deutlich, dass damit das „Kulturerbe Karneval“ in Steinheim bewahrt werden kann.

So bietet die jetzige Ausstellung auf Hunderten von Bildern und Zeitungsberichten viele Eindrücke aus dem Rosenmontagsgeschehen. Die ältesten Bilder reichen zurück bis zur Jahrhundertwende um 1900.

1911 wurde in der Emmerstadt der erste organisierte Umzug auf die Beine gestellt. In zwei Jahren kann daher bereits das „111. Um-zugsjubiläum“ gefeiert werden. Darauf freuen sich alle und Göke kündigte dazu seitens der Archivare etwas Besonderes an. Zu sehen ist in der jetzigen Ausstellung das Kleid der Karnevalsprinzessin Sabina Lotsch, die 1995 mit Erno Potthast regierte. Ein Schwerpunkt liegt auf den Fußgruppen, die durch ihre originellen und phantasievollen Kostüme das Salz in der Suppe jedes Rosenmontagszuges bedeuten. „Alle eint, dass sie tolles Engagement zeigen und den Karneval leben und im Herzen tragen,“ so Göke.

Mitglieder des Turnvereins 1895 Steinheim hatten zudem Kostüme zur Verfügung gestellt.

Kreative Hüte

Die kreativen Hüte der „Kornblümchen“ lösten einen besonderen Reiz aus. Drei Gruppen waren in den Kostümen gekommen, die sie in den letzten Jahrzehnten getragen haben: die Sportschützendamen, die Kolpingsfamilie und die „kunterbunte Truppe“ von Ingrid Wakup. Jede Gruppe konnte etwas Spezielles aus dem Geschehen der letzten Jahrzehnte zum Besten geben. So näht Ingrid Wakup in wochenlanger Arbeit fast immer alle Kostüme für die „kunterbunte Truppe“, mit der schon mit einem Jahr der heutige StKG-Präsident Dominik Thiet im Umzug mitmarschierte. Ingrid Wakup freut sich, dass es Jahr für Jahr gelingt, viele zum Rosenmontagszug zu bewegen, die gar nicht mehr in Steinheim leben. Auch Steinheims Prinz Marc Obermann unternahm seine ersten Gehversuche im Umzug mit seiner Mutter Karin bei den Sportschützendamen, die sich bei einem Kostüm mit dem Steinheimer Stadtwappen an Köln orientierten. „Was die machen, können wir auch.“

Zu den Säulen des Rosenmontags gehöre auch die Kolpingsfamilie, die seit 20 Jahren ununterbrochen dabei ist. „Unsere Gruppe bestand schon aus bis zu 50 Teilnehmern,“ sagt Werner Günter vom Leitungsteam.

Die Ausstellung im Möbelmuseum ist (bis Aschermittwoch) jeden Mittwoch und Sonntag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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