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Premiere: Freitag ist der erste europäische „Tag der Streuobstwiesen“ mit Programm – Akteure im Kreis Höxter freuen sich von 15 bis 18 Uhr auf Gäste

Experten stehen mit Rat zur Seite

Kreis Höxter (WB/...

Am heutigen Freitag (30. April) ist der erste europäische „Tag der Streuobstwiesen“. Der Streuobstanbau wurde erst im März dieses Jahres in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Streuobstwiesenbestände zu erhalten und zu pflegen – das haben sich auch 40 ausgebildete „Streuobstwiesenberater“ aus dem gesamten Kreis Höxter mit weiteren Vereinen und Initiativen zum Ziel gesetzt.

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Äpfel eignen sich gut für eine gesunde Ernährung. Foto: Harald Iding

In den kommenden zehn Jahren streben sie an, 5000 alte Obstbäume im Kreis zu pflegen und 1000 neue Bäume als Ergänzung in den Obstwiesen zu pflanzen. Mit zahlreichen Pflegemaßnahmen und Nachpflanzungen sind die Akteure bereits im Winterhalbjahr 2020/2021 gestartet – so in Nieheim-Eversen, in Fölsen, Bökendorf und mit weiteren Maßnahmen im Südkreis.Die „Stiftung für Natur, Heimat und Kultur im Steinheimer Becken“ sowie die Stadt Steinheim unterstützen das Projekt „Heimatapfel“, das sich in der Startphase befindet.

Wegen der Corona-Pandemie haben die Streuobstakteure ihr eigentlich vorgesehenes Info-Programm am Aktionstag (30. April) erheblich einkürzen müssen. Dennoch möchten sie mit kleinen Aktionen auf den Erhalt der Streuobstwiesen heute in der Zeit von 15 und 18 Uhr aufmerksam machen.

Hier sind die Angebote: In der Steinheimer Ortschaft Ottenhausen im Vahlhauser Weg (Einfahrt über die Grebbergstraße) sind die Obstwiesenpädagogin Vanessa Kowarsch und der Ausbilder der Streuobstwiesenberater, Peter Trapet, vor Ort, um über die Sortenvielfalt in der dortigen Obstbaumallee anhand des durch den Heimatverein Ottenhausen geschaffenen „Sortenlehrpfades“ zu informieren (siehe Bericht auf dieser Seite).

Im Südkreis steht Marie-Luise Eickmeier-Ehrlich in der Obstbaumallee in Hohenwepel (Warburg) und gibt Auskunft zur ordnungsgemäßen Obstbaumpflege.

In Herste (Bad Driburg) wird Antonius Oeynhausen am Feldweg im Anschluss an die „Rommenhöller Straße“ (gleich hinter der Bahnunterführung) ebenfalls für interessierte Gäste als Experte zur Verfügung stehen. In Bökendorf (Brakel) empfängt Stephan Ahrens-Hein in einem herrlichen Bestand von Streuobstbäumen auf dem Weg zur dortigen Schutzhütte am Wüllenberg die Teilnehmer. Die Schutzhütte ist auch der Treffpunkt für Interessierte – und von der Straße nach Brakel aus direkt zu sehen.

Der Rahmen des Projektes „Heimatapfel“ eint alle Akteure bei der Nutzung des anfallenden Obstes auf den Streuobstwiesen – und die Pflege des Kulturgutes „Streuobstwiese“. Wer die Akteure dabei mit einer Spende gerne unterstützen möchte, kann das unter „www.stiftung-natur-heimat-kultur.de“ (unter dem Navigator „Schützt die Streuobstwiesen im Kreis Höxter“) jederzeit tun.

Der Kreis Höxter sei mit seinen mehr als 60.000 Obstbäumen einer der wichtigsten Streuobst-„Hotspots“ in Westdeutschland, doch der dringend notwendige Schutz dieses Kulturguts sei vielerorts nicht gegeben. Ansprechpartner der Streuobstwiesenakteure aus der heimischen Region sind Marie-Luise Eickmeier-Ehrlich für den Südkreis und Peter Trapet für den Nordkreis. Wichtiger Hinweis der Veranstalter: Die Corona-Auflagen gelten weiterhin und müssten bei den Info-Aktionen auch zwingend eingehalten werden.

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