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Jubelfest in der Steinheimer Ortschaft Grevenhagen – Gedenkrede des Bürgermeisters

»Heimat ist eine feste Burg«

Grevenhagen (WB/nf). Zwei Tage ist das kleine Eggedorf Grevenhagen erfüllt gewesen von Musik, Fahnen und marschierenden Schützen, die dem Königspaar Kai und Stefanie Winter zujubelten. Auch viele Ehrungen gab es beim Fest.

Das Königspaar Kai und Stefanie Winter hat mit seinem Hofstaat Günter und Hannelore Adrian (links) und Christian und Verena Schmidt (rechts) beim Schützenfest in Grevenhagen beste Schützentradition verkörpert. Der König trug erstmals die neue Kette. Foto: Heinz Wilfert

Dem König des Bürgerschützenvereins Grevenhagen bot das Schützenfest zwei besondere Anlässe: Der König hatte sich einen sehnlichen Wunsch mit der Königswürde erfüllt und folgte seinem Vater, der 1984 im Eggedorf regierte. Ihm wurde auch die Ehre zuteil, die neue Königskette zu tragen, die während der Schützenmesse zum Auftakt des Festes feierlich geweiht wurde.

Begleitet wurde das Königspaar im Hofstaat von Christian und Verena Schmidt sowie Günter und Hannelore Adrian. Höhepunkt der Festlichkeiten waren neben dem sonntäglichen Festumzug die Gefallenenehrung am Ehrenmal mit der Königsparade, die begleitet wurde von der Blaskapelle Reelsen und dem Königin Kürassiere Spielmannszug Altenbeken. Für Unterstützung sorgten auch Abordnungen von Schützen aus Steinheim, Sandebeck und Langeland/Erpentrup/Hohenbreden.

Zufriedenheit, Freundschaft und Vertrauen wird in Grevenhagen gelebt

Bürgermeister Carsten Torke hielt die Gedenkrede bei der Gefallenenehrung am Ehrenmal, wo er den hohen Stellenwert des Schützenwesens bestätigte, das sich beim Schützenfest in Grevenhagen wieder eindrucksvoll bestätigte. Er zitierte dabei den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, nach dem es Verpflichtung sei, den nachfolgenden Generationen die dunklen Kapitel deutscher Geschichte weiterzugeben. Mancher Mensch erinnere sich heute wieder seiner Vergangenheit – und seiner Heimat. Torke: »Gerade der Begriff Heimat war Jahrzehnte negativ belastet, stand für rückwärtsorientiert und weltfremd, für dumpfes Gedankengut. Heute hat sich der Heimatbegriff aber gewandelt.« Heimat sei wieder eine feste, sichere Burg oder ein Leuchtturm und ein Hafen der Geborgenheit. Heimat stehe für Zufriedenheit, Freundschaft und Vertrauen, wie es in Grevenhagen gelebt werde, meinte Torke.

Bürgerschützenverein ehrt Mitglieder

Während der Schützenmesse am ersten Tag des Festes wurde die Kollekte für die »Fürstin Pauline-Stiftung« gesammelt, die sich für in Wohngruppen lebende Jugendliche von neun bis 18 Jahren einsetzt. Insgesamt 300 Euro konnten an Katja Brinkmann übergeben werden. Während des Katerfrühstücks nahm der Bürgerschützenverein auch zahlreiche Ehrungen vor und zeichnete die Geehrten mit Orden aus:

Für 25 Jahre erhielten Michael Budde, Oliver Rüsing, Werner Rüsing, Jörg Sondermann, Giesbert Wernike, Kai Winter und Uwe Winter eine Ehrung; für 40 Jahre Gerhard Lange, Franz-Josef Niggemann; für 50 Jahre Werner Leber, Hans-Josef Niggemeier, Hans-Josef Roolf, Johannes Weberbartold; für 60 Jahre Robert Bussen und Johannes Dreier und für 65 Jahre Günter Adrian senior. Geehrt wurden auch die Jubelkönigspaare Gerhard und Evelyn Brockmann (vor 25 Jahren), Ferdi und Anni Mikus (vor 30 Jahren), Hans-Josef und Claudia Niggemeier (vor 40 Jahren), Bernward Müther und Maria Niggemann (vor 60 Jahren).

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