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IKEK-Projekt findet großen Zuspruch in der Großgemeinde Steinheim – erste Bilanz

Herzensprojekte der Dörfer realisieren

Steinheim (WB). Nein, IKEK ist keine Abkürzung für ein unbekanntes Flugobjekt – dennoch hat sich das Konzept längst »zum Abheben« schön entwickelt. Die Beteiligten der Stadt Steinheim zeigen sich voll zufrieden mit dem Verlauf des »Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes« (IKEK).

Harald Iding

Das »Regiebuch« ist dick und das Engagement in den Ortschaften groß: Bürgermeister Carsten Torke (von links), Cornelia Hartweg, Alexander Rauer (Demographiebeauftragter/Klimaschutz) und Ratsherr Johannes Versen freuen sich über die IKEK-Erfolge. Foto: Harald Iding

Steinheims Bürgermeister Carsten Torke stellte im Rathaus die Ergebnisse der vergangenen Monate nach dem offiziellen Start im Oktober 2018 (Übergabe Handbuch) und den vielen Gesprächen in den Ortschaften vor. Als Mitarbeiter für das Projekt (es gibt Fördermittel vom Land und Bund) beleuchteten Cornelia Hartweg und Alexander Rauer (Demographiebeauftragter) die Bedeutung des IKEK-Prozesses noch einmal.

»Regiebuch« für die Großgemeinde

Ein Jahr nach Übergabe des »Regiebuches« an die Bürgerschaft und Kommunalpolitik sei viel passiert und in Bewegung gekommen. Torke skizzierte den Werdegang: Im Sommer 2017 begann des Projekt. Es folgten im Herbst die ersten Ortsrundgänge und man setzte die Arbeit in den Dorfwerkstätten (Ausarbeitung und Vertiefung) fort. Von Januar bis Mai 2018 gab es dann die »Thematischen Foren« zur Vernetzung der Ortschaften und Entwicklung übergreifender Projekte.

Erstmalig im Sommer 2018 wurde das »Regiebuch«, also der Fahrplan des Gesamtkonzeptes, vorgestellt und im Oktober offiziell übergeben. »Dann fing die eigentliche Priorisierung der einzelnen Projekte und die Planung der Herangehensweise in jedem Dorf an. So konnten im Februar 2019 bereits die ersten beiden Förderanträge eingereicht werden«, betonte Torke zufrieden. Es handelt sich dabei um den Anbau eines Mehrzweckraumes (DGH Grevenhagen) und um das »Haus der Begegnung« in Sandebeck (»Vincenzhaus«). Planungsaktivitäten mit den Ortschaften zur Vorbereitung und Realisierung der Projekte sowie weiterere Förderanträge folgten im März. Inzwischen sind auch noch zwei Vorhaben (Platzgestaltung Bergheim) und die »Quartiersentwicklung« (Ottenhausen) hinzugekommen.

Carsten Torke lobt Bürgerengagement

Carsten Torke ist stolz, dass die Bürger mit dem Team der Verwaltung und ihm als Bürgermeister an der Spitze so gut an einem Strang ziehen. Und auch die Politik stehe voll dahinter. So sagte Ratsherr Johannes Versen bei der Besprechung im Rathaus, dass er auch eine ganz andere Entwicklung im Hinblick auf IKEK kennen würde. »Mir ist eine Stadt bekannt, wo der IKEK-Prozess zwar angestoßen wurde – dann aber als Papiersammlung in der Schublade verschwand!« Ähnliche Erfahrungen habe auch Cornelia Hartweg gemacht. »Ich wollte gerne von anderen Kommunen wissen, welche Erfahrungen sie mit IKEK gemacht haben. Es gab leider keinen einzigen Rückruf.«

Erste Projekte auf den Weg gebracht

Um so mehr haben sich die Steinheimer auf ihre eigene Arbeit konzentriert und die Vorhaben kräftig vorangetrieben. Folgende Herzensprojekte haben sich dabei herauskristallisiert: Ein multifunktionaler Anbau an das DGH in Grevenhagen; ein neues Dorfzentrum in Bergheim; ein Dorfgemeinschaftsplatz am Wasser in Vinsebeck; die Umnutzung des »Spritzenhauses« in Hagedorn sowie die Neugestaltung des dortigen »Hundeweges«, das »Haus der Begegnung« in Sandebeck; ein »Baumlehrpfad« in Rolfzen; die Umgestaltung der Kreuzung Laakesweg/Kantstraße (Ampel) in Eichholz; sowie die Quartiersentwicklung Kesselstraße/Marienstraße in Ottenhausen.

Weitere Förderanträge folgen

Die Förderanträge für Sandebeck und Grevenhagen seien gestellt und bewilligt. Die Anträge für Bergheim und Ottenhausen sind raus. Und konkrete Planungen und Absprachen mit Dritten würden für Eichholz, Rolfzen und Vinsebeck erfolgen. Auch die Projekte in Hagedorn habe man auf dem Schirm.

Aktuell liegt das ermittelte Gesamtvolumen bei 1,285 Millionen Euro. Torke: »Wir hatten vorsichtshalber 500.000 Euro in den Haushalt 2019 eingestellt.« Rund 300.000 Euro seien für Grevenhagen und Sandebeck schon bewilligt. Es ergeben sich Fördermittel von 530.000 Euro. Und die übrigen Projektkosten lägen bei rund 755.000 Euro. Darin enthalten seien die städtischen Eigenmittel, die ehrenamtliche Arbeit (15 Euro/Stunde) und die noch zu stellenden Förderanträge (2020 plus).

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