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Bürgermeister Carsten Torke (CDU) stellt sich im kommenden Jahr erneut zur Wahl

»Ich brenne für Steinheim«

Steinheim (WB). Steinheims Bürgermeister Carsten Torke (53) stellt sich im kommenden Jahr erneut zur Wahl. Der Vinsebecker geht bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 wieder als CDU-Kandidat ins Rennen.

Dennis Pape

Ein erfolgreiches Team will weiter die Zukunft der Emmerstadt gestalten: Bürgermeister Carsten Torke (links) und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerd Jarosch. Foto: Dennis Pape

»Mein Herz schlägt für Steinheim«, betonte Carsten Torke mit voller Überzeugung bei einem Pressegespräch am Dienstagvormittag im Steinheimer Ratssaal – dort, wo schon viele zukunftsträchtige Entscheidungen für die Emmerstadt getroffen wurden und werden. Torke selbst will weiter die Zukunft seiner Heimat als Bürgermeister mitgestalten: »Mir ist es wichtig, dass die Bürger wissen, ob sie sich auch über 2020 hinaus auf mich verlassen können – können sie.«

Entscheidung im Herbsturlaub

Der Amtsinhaber machte im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT aber auch deutlich, dass es eine Entscheidung der gesamten Familie Torke – also auch die seiner Frau und seiner drei Kinder – gewesen sei: »Im Herbsturlaub haben wir viel gesprochen. Für mich war von Anfang an klar, dass ich dieses ex-trem zeitintensive und verantwortungsvolle Amt mit 60 bis 70 Stunden in der Woche nur mit dem Rückhalt meiner Familie weiter ausüben kann. Und nicht zuletzt meine Frau weiß, dass ich immer noch für Steinheim brenne.« Er habe noch viele Ideen für die Kernstadt und die Ortschaften, die er in einer möglichen zweiten Amtszeit umsetzen möchte. Der aktuelle Bürgermeister erläuterte auch, wie es darüber hinaus weitergehen könnte: »Die Familie Torke plant zunächst bis 2025 – dann muss es ruhiger werden.« Motivieren würde ihn aktuell unter anderem, dass das Interesse in der Bürgerschaft an einer weiterem Amtszeit groß sei. »Ich möchte weiter offen, informativ und transparent arbeiten.«

In einer zweiten Amtszeit möchte Carsten Torke die Früchte der bisherigen Arbeit ernten und weitere Prozesse anstoßen. Dies wiederum sei nur möglich mit einem überparteilichen Ansatz, den er auch auf CDU-Ticket weiter verfolgen will: »Wir haben es im Rat immer wieder verstanden, trotz zum Teil kontroverser Diskussionen für die städtische Entwicklung einen Konsens zu finden – das sollten wir auch in Zukunft weiter so angehen.«

Stadtumbau West ist wichtiger Eckpfeiler

Torke blickte am Dienstag auch auf seine bisherige Amtszeit seit seiner Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2015 zurück. Einen wichtigen Eckpfeiler nannte er die Maßnahmen im Stadtumbau West. Dazu gehörten unter anderem der Umbau der Förderschule zu einem Kultur- und Bildungszentrum und weitere Großprojekte wie die Stadthalle, die im kommenden Jahr fertig gestellt werden soll, und die Aula im Schulzentrum. Unter Bürgerbeteiligung wurde auch der Emmerauen-Park weiterentwickelt – für 2020 sei ein Wasserspielplatz geplant. Wichtige Maßnahmen seien auch der weitere Ausbau und die Sanierung des Innerstädtischen Rings und die Entlastungsstraße im Bereich Schiederstraße/Schorrberg, die zu einer Verkehrsberuhigung im Steinwardsfeld führen soll.

Die positive Entwicklung des Bildungsstandortes Steinheim suche laut Torke ihresgleichen. Kritisch merkte er aber auch an: »Die Förderung des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs und da besonders die Beförderung von Schülern anliegender Kommunen zu unseren Schulen gestaltet sich sehr schwierig – da müssen wir noch einiges verbessern.«

Aktive Wirtschaftspolitik

Torke stand nach eigener Aussage in seiner bisherigen Amtszeit für eine aktive Wirtschaftspolitik und möchte auch in Zukunft gemeinsam mit Verwaltung und Politik für weitere Entwicklungen eintreten. Ein besonderes Anliegen sei ihm auch die Quartiersentwicklung in der Innenstadt. »Da will ich mit voller Kraft ran. Gemeinsam mit der Politik will ich dafür sorgen, dass wir mit Dienstleistern und Wohn-Angeboten für alle Generationen dem Leerstand entgegenwirken.« Die Attraktivität Steinheims sowohl für ältere als auch jüngere Menschen sei bereits verbessert worden – hier soll es auch in Zukunft weitere Entwicklungen geben. Wichtig sei Torke, auch weiterhin das lebendige gesellschaftliche Leben in den Ortschaften zu erhalten und zu fördern. »Die Kernstadt braucht die Dörfer und die Dörfer brauchen die Kernstadt. Der IKEK-Prozess läuft«, sagte er.

Auch der Bau von Bürgerradwegen mit dem Verein »Ländlicher Raum aktiv« soll 2020 unter anderem zwischen Rolfzen und Sommersell weitergeführt werden. Weitere wichtige Themen für die Zukunft seien unter anderem die Windparks Steinheimer Becken und Belle, die Erweiterung des Neubaugebietes Steinwards Feld, die Bilanzierung zur Gemeinwohlökonomie-Kommune und die Fortführung einer soliden Haushaltspolitik.

Unterstützung von der Union

Torke, der sich 2015 mit 53,2 Prozent aller Stimmen gegen Jürgen Unruhe (SPD) durchgesetzt hatte, erhält auch weiterhin Rückendeckung von der CDU, wie der Stadtverbandsvorsitzende Gerd Jarosch erläuterte: »Es ist nur folgerichtig, dass er seine exzellente Arbeit in den kommenden Jahren fortsetzen wird.«

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