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Herausgerissen aus dem gesellschaftlichen Leben - Projekt sucht Bilddokumente

Juden-Deportationen in Steinheim: Forscherin wird im Stadtarchiv fündig

Steinheim

1933 lebten in Steinheim noch 59 Juden, 22 emigrierten rechtzeitig aus Deutschland, nur fünf derjenigen, die in Steinheim blieben, überlebten den Holocaust. „Die Bilder zum Sprechen bringen“ lautet die Devise im Forschungsprojekt #LastSeen.

Von Ralf Brakemeier

Dieser Fund aus dem Stadtarchiv zeigt den Bauplan für die Synagoge in Steinheim die 1884 eingeweiht wurde. Einen Tag nach der so genannten Reichskristallnacht wurde die Synagoge am 10. November 1938 geschändet und zerstört. Foto: Stadtarchiv Steinheim

Im Fokus dieses Projektes steht eine systematische Sammlung von Bildern der Deportationen jüdischer Mitbürger zwischen 1938 und 1945. Auf der Suche nach Bildern, die die letzten Augenblicke der Deportierten in Freiheit zeigen, besuchte Forschungsmitarbeiterin Lisa Paduch nun das Stadtarchiv Steinheim. Die Fotos zeigen, wie die Menschen aus der gewohnten, heimischen Gesellschaft herausgerissen wurden. Nicht selten habe es dabei auch Zuschauer gegeben. Ziel des Projektes ist es, einen digitalen Bildatlas herzustellen, der über die eigentliche Präsentation hinaus, wenn möglich, auch Auskunft über die dargestellten Personen gibt sowie über die äußeren Umstände des Abtransports.

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