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Richard Kuper und Ann-Cathrine von Kanne stellen Pläne für Thienhausen am 23. Juni vor – Hochzeiten erstmalig möglich

Offene Türen in Schloss Thienhausen

Steinheim (WB). Mit einem jungen Paar wird in Thienhausen auf dem zweiflügeligen Wasserschloss ein neues Kapitel in der jahrhundertelangen Geschichte aufgeschlagen. Richard Kuper aus Münster und seine Verlobte Ann-Cathrine von Kanne (Gut Breitenhaupt) haben ihre Pläne vorgestellt.

Harald Iding

Die Verlobten Richard Kuper und Ann-­Cathrine von Kanne haben große Pläne für das Schloss Thienhausen in Steinheim-Rolfzen. Foto: Harald Iding

Traumhaft schönes Areal

Die Liebe für das verträumte Wasserschloss von 1609 ist groß bei dem 28-jährigen Bauingenieur (Schwerpunkt Altbau) aus dem westfälischen Münster. Dort lebt seine Familie (drei Generationen mit den Schwerpunkten Immobilien und Medizin), die auch das Schloss mit seinen Scheunen und dem insgesamt zwölf Hektar großen Areal im Frühjahr des vergangenen Jahres bei einer öffentlichen Versteigerung (wir berichteten) erworben hatte.

»Tag der offenen Tür« am 23. Juni

»Aber nicht meine Familie steht im Vordergrund, sondern ausschließlich die geschichtsträchtige Immobilie, in die wir seit Monaten viel Zeit und Mühen investieren«, betonte am Freitag der engagierte Schlossbewohner und sprach über seine »Sechs-Tage-Woche« mit reichlich Arbeit von früh bis spät. Zahlreiche Betriebe aus der Region werkeln in dem Gebäudekomplex. Aber bei dem Aufzählen der schon fertigen Räume und der zahlreichen Modernisierungen fangen seine Augen an zu leuchten. Man merkt es ihm und seiner sympathischen Verlobten Ann-Cathrine von Kanne aus dem benachbarten Gut Breitenhaupt direkt an, dass sie sich auf das große »Abenteuer Schloss Thienhausen« und die neue zukünftige Nutzung sehr freuen. »Ich finde es hier sogar noch schöner als im Münsterland«, gesteht der junge Mann im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

3000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche

Überhaupt – gemeinsam mit der sehr erfolgreichen Springreiterin und Diplom-Agraringenieurin von Kanne aus dem Nachbarort zeigt sich Richard Kuper zuversichtlich, dass die 3000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche ein ganz neues Publikum anlocken werden.

Mit einem »Tag der offenen Tür« wollen die beiden jungen Leute, die im September 2018 als erstes Hochzeitspaar im frisch sanierten Schloss Thienhausen offiziell vor der Steinheimer Standesbeamtin (als Außenstelle) ihr »Ja-Wort« geben möchten, alle interessierten Bürger einladen.

Übertragung des WM-Spiels und Aktionen

Der Termin zum Auftakt steht fest: Es ist der 23. Juni, wenn Löw’s Elf gegen die Schweden spielt. »In der Zeit von 14 bis 23 Uhr bieten wir ein buntes Programm an, auch mit Übertragung des WM-Spiels und Ponyreiten«, so Kuper. »An diesem Tag wollen wir auch allen Besuchern den bisherigen Verlauf der Sanierungsarbeiten mit Vorher-Nachher-Fotos präsentieren und unsere Nutzungspläne vorstellen. Denn in Zukunft, das erste Mal ab Oktober 2018, können Paare hier ihre Hochzeitsfeier ausrichten. Oder auch Partys, Junggesellenabschiede in der großen Scheune, Familienfeiern und Tagungen für Geschäftsleute sind hier möglich. Im Schloss entstehen sechs Ferienwohnungen mit insgesamt 26 Betten. Man kann auch noch Betten zustellen, so dass am Ende bis zu 52 Personen hier nächtigen könnten«, ergänzte von Kanne.

Kooperation mit heimischen Gastronomen

Sie wollen beim Catering eng mit heimischen Gastronomen zusammenarbeiten. Ein Info-Treffen gab es bereits dazu. Einen Blick in die Räumlichkeiten soll es vor dem 23. Juni für die Öffentlichkeit aber nicht geben, so wie auch über die Kauf- und Investitionssumme Stillschweigen herrscht. »Wir wollen den Fokus nur auf das Schloss und die Immobilie legen – und uns nicht als Familie in den Vordergrund stellen«, sagt Kuper.

Kein »Hausschwamm« im Schloss

Erfreulich sei trotz der vielen baulichen Herausforderungen, dass der zunächst von Gutachtern befürchtete »Hausschwamm« im Schloss nicht vorhanden gewesen sei. »Auch andere Gewerke haben wir gut in den Griff bekommen.« So hätten sie in den vergangenen elf Monaten mehr als 100 Fenster ausgetauscht. »Die alten Holzfenster waren marode wie auch Teile des Dachs. In Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde haben wir Lösungen gefunden. Dank sagen möchte ich an dieser Eberhard ­Fischer von der Stadtverwaltung Steinheim. Sie unterstützen uns sehr bei dem Großprojekt«, bekräftigen Kuper und von Kanne.

Mit Optimismus nach vorn

Der Kontakt zu Einheimischen sei bisher positiv verlaufen, findet der Münsteraner, der später mit seiner Ehefrau auf dem Gut Breitenhaupt wohnen wird. Gemeinsam will sich das Paar weiter der großen Herausforderung »Schloss Thienhausen« stellen – auch aus Verantwortung für die Region.

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