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Als „Fair-Trade-Kommune“ schon viel erreicht – 2020 steht erneute Zertifizierung an

Steinheim bleibt fair

Steinheim (WB/RB). Damit Rohstoffproduzenten in der Dritten Welt von ihrer Arbeit leben können, ihren fairen Anteil an der Wertschöpfung bekommen, wurde das Fair-Trade-Siegel eingeführt. 2018 wurde Steinheim die zweite „Fair Trade-Kommune“ im Kreis Höxter (nach Bad Driburg). Für das kommende Jahr 2020 steht die „Re-Zertifizierung“ an.

Preisen die fair gehandelten Produkte an (von links): Alexandra Schröder-Reinhard (Fair-Trade-Steuerungsgruppe), Bürgermeister Carsten Torke, Klimamanager Alexander Rauer (Stadtvertreter, Steuerungsgruppe) und Marita Kaufmann (Steuerungsgruppe). Foto: Ralf Brakemeier

Unterschiedliche Firmen, die Katholische Kirche, Grundschule und Gymnasium, Cafés, Gaststätten und der Einzelhandel ziehen an einem Strang, bieten fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Schokolade, Wein oder Korbwaren. Als 568. Stadt in Deutschland wurde Steinheim „Fair Trade-Kommune“ – inzwischen können sich sogar 660 Städte mit diesem Siegel schmücken.

Mit dem Schmücken allein ist es aber nicht getan. Nach dem offiziellen Ratsbeschluss musste auch Steinheim eine Reihe von Kriterien erfüllen und muss das auch weiterhin. Im Zentrum des Fair Trade-Gedankens steht die Steuerungsgruppe, die sich darum kümmert, dass immer mehr fair gehandelte Produkte in der Stadt zu haben sind, dass die Zahl der Organisationen, die sich beteiligen wächst – in Steinheim hat sich erst kürzlich auch der Verein „Junge Kultur“ mit seinen zahlreichen Veranstaltungen der Bewegung angeschlossen – und dass der Grundgedanke und die unterschiedlichen Initiativen auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Diese Kriterien werden auch bei der Überprüfung des Fair Trade-Titels eine Rolle spielen. „Unsere Aufgabe ist es, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen“, sagt Alexander Rauer, Klimabeauftragter der Stadt und für die Verwaltung Mitglied in der Steuergruppe. Das sei in Steinheim aber nicht schwierig, da Nachhaltigkeit und Gemeinwohl schon seit längerem Teil der Stadtphilosophie seien.

„Wir müssen nicht alles auf den Kopf stellen, aber nach und nach ein Mosaiksteinchen nach dem anderen einbauen“, ergänzt Bürgermeister Carsten Torke. Von fairer Schokolade über die Aktion „Plant für the Planet“, der Vermarktung lokaler Produkte bis hin zur Errichtung der ersten stadteigenen Ladesäulen sieht er die Stadt auf einem guten Weg. Im Herbst wird sich zudem eine Messe in Steinheim mit diesen Themen beschäftigen.

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