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Grevenhagener können Richtfest ihres Dorfgemeinschaftshauses feiern

„Triumph des Ehrenamtes“

Steinheim-Grevenhagen (WB/nf). Im März des Jahres hat die Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses Grevenhagen begonnen. Mit dem Richtfest wurde jetzt die Fertigstellung des Rohbaus gefeiert, als Stefan Mika von der Firma Holzbau Taxus (Brakel) den Trinkspruch ausrief („Hier steht das Haus in voller Pracht, durch fleißige Hände wahr gemacht“) und traditionell ein Glas zerschmetterte.

Mit dem Trink- und Richtspruch von Stefan Mika (zweiter von links) wurde das Richtfest für das Dorfgemeinschaftshaus Grevenhagen gefeiert (von links): Architekt Christoph Rüther, Bürgermeister Carsten Torke und Heiner Hillebrand. Foto: Heinz Wilfert

Fertigstellung im Oktober

Die Bauarbeiten sollen aber zügig weitergehen. Bereits im Oktober wird mit der Fertigstellung gerechnet. Die Erweiterung der bisherigen Fläche (365 Quadratmeter) fällt mit 90 Quadratmeter zusätzlicher Fläche zwar gar nicht so groß aus. Sie bedeutet aber dennoch einen großen Schritt für die künftigen Nutzung. So bekommt die Feuerwehr einen neuen, größeren Schulungs- und Aufenthaltsraum. Auch eine „Schwarz-Weiß-Trennung“ wird endlich möglich. Bisher mussten sich die Einsatzkräfte nämlich in der Fahrzeughalle umziehen. „Das ist nicht mehr gestattet, deshalb gibt es dafür nun einen separaten Raum, der mit neuen Schränken und jeweils einem durch ein Codeschloss gesichertes Wertfach eingerichtet wird,“ so der frühere stellvertretende Steinheimer Stadtbrandinspektor Heiner Hillebrand, der als ehrenamtlicher Bauleiter tätig war, und Anne Wochnik vom Bauamt der Stadt tatkräftig unterstützte.

Entstanden sind durch die Erweiterung zwei Duschen, eine Damen- und eine behindertengerechte Herrentoilette. Krönung ist der etwa 30 Quadratmeter große Multifunktionsraum mit eigenem Eingang, der für die Dorfjugend, für Versammlungen oder Turngruppen genutzt werden kann. Entstanden ist das Projekt Erweiterung Dorfgemeinschaftshaus aus dem IKEK Prozess. Dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept geht es vorwiegend um eine sinnvolle Zukunftsentwicklung der Dorfgemeinschaften, das auch nachhaltig gefördert wird. Die Grevenhagener haben darin ihre Ideen eingebracht, die Architekt Christoph Rüther in seinen Planungen erfüllt hat. „Es waren keine Luftschlösser. Die Vorstellungen waren so konkret, dass alle umsetzbar waren,“ so der Planer, der die Zusammenarbeit mit der intakten Dorfgemeinschaft lobte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 250.000 Euro. Etwa 125.000 Euro beträgt der städtische Anteil, der Rest sind Fördermittel.

810 Arbeitsstunden

Die Dorfgemeinschaft in Grevenhagen hatte aber nicht nur Ideen, sie packte selbst kräftig mit an und ließ sich auch durch Corona nicht stoppen. 810 Arbeitsstunden wurden bislang von den ehrenamtlichen Helfern geleistet, die so für einen „Triumph des Ehrenamtes“ sorgten. Heiner Hillebrand hat alle elektrischen Leitungen und Anschlüsse verlegt. Bis zur Fertigstellung sollen noch viele weitere Stunden an Eigenleistung werden.

Bürgermeister gratuliert

Bürgermeister Carsten Torke war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, vor allem weil die Idee aufgegangen sei und es sich in Grevenhagen um das IKEK Projekt auf Stadtebene handelt, dessen erste Etappe mit dem Richtfest einen sichtbaren Abschluss gefunden hat. „Ihr könnt darauf stolz sein,“ so der Bürgermeister, der die Gäste zum Richtfest mit „Meine lieben Grevenhagener“ herzlich begrüßt hatte und sie zu ihrem künftigen Schmuckstück Dorfgemeinschaftshaus beglückwünschte.

Steinheim befinde sich mit IKEK auf einem guten Weg, weil in einem Dreiklang von Förderung, Verwaltung und Ehrenamt ein maximales Ergebnis garantiert sei. Am Dorfgemeinschaftshaus Grevenhagen könne man diesen IKEK Erfolg schon jetzt greifen, auch andere Steinheimer Ortschaften hätten sich auf den Weg für eine Förderkulisse von 700.000 Euro gemacht.

120 Prozent

Bevor zum Richtfest mit einem Bier angestoßen wurde, bedankte sich Heiner Hillebrand bei allen Helfern, der Verwaltung, den beteiligten Firmen und Handwerkern für die gute Zusammenarbeit. Besonders das Baugeschäft Uslu habe herausgeragt. „Die haben 120 Prozent gegeben.“

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