1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Steinheim
  6. >
  7. Zollstock bestimmt Gottesdienst

  8. >

Evangelische Kirchentüren öffnen unter Beachtung eines Schutzkonzeptes

Zollstock bestimmt Gottesdienst

Steinheim (WB). Der Zollstock war in den vergangenen Tagen das wichtigste Utensil für Küster Manfred Lange von der evangelischen Kirche in Steinheim. Damit hat er penibel die Abstände für die Sitzordnung vermessen, damit wieder Gottesdienste gefeiert werden können. Sie werden an Pfingsten in den Gemeinden der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde Emmer-Nethe unter Einhaltung der Sicherheitsregeln wieder aufgenommen.

Heinz Wilfert

Zu Pfingsten öffnen sich die Türen in den Kirchen der evangelischen Christus-Gemeinde Emmer-Nethe für Gottesdienste in Steinheim, Brakel, Nieheim, Marienmünster und Lügde. Auf dem Foto (von links): Pfarrer Holger Nolte-Guenther, Presbyter Rolf Hellweg und Pfarrer Volker Walle. Foto: Heinz Wilfert

Kirchentüren öffnen sich

Am Pfingstsonntag werden Gottesdienste um 9.30 Uhr in Lügde und um 11 Uhr in Steinheim mit Pfarrer Nolte-Guenther, am Pfingstmontag um 9.30 Uhr in Brakel und um 11 Uhr in Nieheim mit Pfarrer Walle gefeiert. „Das Presbyterium freut sich darauf, die Kirchentüren zu den Gottesdiensten unter Beachtung eines Schutzkonzeptes wieder zu öffnen, das mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Robert-Koch-Institut abgestimmt ist. Auf der Grundlage von Eckpunkten haben wir konkrete Maßnahmen vorbereitet,“ freuen sich die beiden Pfarrer Volker Walle und Holger Nolte-Guenther, die gemeinsam betonen: „Von unserer Gemeinschaft im Gottesdienst soll Stärkung ausgehen und keine neue Ansteckungsgefahr.“

Feste Regeln

Für den Besuch der Gottesdienste gelten feste Regeln:

Der Zugang zu den Kirchen ist begrenzt. Damit der gebotene Abstand von 1,5 bis 2 Metern eingehalten werden kann, sind die Sitzplätze markiert. Durch die Abstände reduziert sich die Zahl der Plätze in Steinheim auf 52 Personen, in Lügde auf 24, in Brakel auf 36, in Nieheim auf 28 und in Marienmünster auf zwölf Personen. Nur an den markierten Stellen darf Platz genommen werden. Die jeweiligen Bankreihen davor und dahinter bleiben frei. Familien oder Paare dürfen zusammen sitzen. Ehrenamtliche Helfer stehen für Anweisungen bereit. Nicht benutzt werden dürfen die Emporen in den Kirchen. Um niemandem vom Gottesdienstbesuch auszuschließen, wird in den zuständigen Gemeindebüros um vorherige Anmeldung (auch unter Nutzung des Anrufbeantworters) bis Freitag vor Pfingsten gebeten. Steinheim – Telefon 05233/997240 bis 10.45 Uhr; Lügde – Telefon 05281/7252 bis 10.45 Uhr; Nieheim – Telefon 05274/1223 bis 11.45 Uhr; Marienmünster – Telefon 05274/1223 bis 11.45 Uhr; Brakel – Telefon 05272/39490 bis 11.45 Uhr.

Mund- und Nasenschutz

Weitere Regeln betreffen das Betreten und Verlassen der Kirche durch unterschiedliche Türen, die durch Hinweisschilder ausgewiesen sind. Auch dafür gelten die Abstandsregeln. Mund- und Nasenschutz ist vorgeschrieben. Alle Besucher desinfizieren sich beim Eintreten beziehungsweise Verlassen der Kirche die Hände, Desinfektionsmittel sind bereitgestellt. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucher gebeten, eine Karte oder einen Zettel mit Name, Anschrift und Telefonnummer mitzubringen, die von ehrenamtlichen Helfer entgegengenommen werden. Zettel und Stifte werden ausgelegt, um sich vor Ort noch einzutragen. Der Schutz der Daten ist gesichert. Auf Berührungen wie Umarmung, Händedruck zur Begrüßung oder den Friedensgruß wird aus Hygienegründen bewusst verzichtet.

Kein Abendmahl

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt. Weil das gemeinsame Singen ein besonderes Infektionsrisiko birgt, wird darauf bis auf weiteres ebenso verzichtet wie auf Chorgesang und Posaunenmusik. Dafür spielt aber die Orgel. Ebenso entfällt das Abendmahl wegen der Ansteckungsgefahr. „Ein Gottesdienst ohne Abendmahl ist keine mindere Form. Auch in Gottesdiensten ohne Altarsakrament bleibt die Gegenwart Gottes erfahrbar“, so die Pfarrer, die festhalten: „Vieles, was wir jetzt in unserer Kirche erleben, ist ungewohnt, manches wird sich seltsam oder fremd anfühlen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch unter diesen besonderen Bedingungen fröhlich und nachdenklich zusammenkommen können, um Trost und Stärke zu empfangen, um Gott zu loben und ihm zu danken.“

Die Teilnahme am Gottesdienst geschieht auf eigene Verantwortung. Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, seien deshalb auf die Möglichkeit verwiesen, auf Angebote im Fernsehen oder Radio zurückzugreifen. Auch gibt es das Angebot gut angenommener YouTube-Andachten im Kanal Youtubeemmernethe. Damit hält die Christus-Kirchengemeinde engen Kontakt zu den Gemeindemitgliedern.

Termine im Juni

Sonntag, 7. Juni, um 9.30 Uhr in Lügde und um 11 Uhr in Steinheim mit Pfarrer Holger Nolte-Guenther; Sonntag, 14. Juni, um 9.30 in Brakel und um 11 in Nieheim mit Prädikantin Maria Kröling; Sonntag, 21. Juni, um 9.30 Uhr in Lügde und um 11 Uhr in Steinheim mit Pfarrer Holger Nolte-Guenther; Sonntag, 28. Juni, um 9.30 in Brakel und um 11 Uhr in Nieheim mit Pfarrer Volker Walle.

Startseite