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Schlagring als „Meinungsverstärker“: Urteil am Landgericht Paderborn gefallen

Trio bedroht: Mann aus Brakel (24) muss in den Knast

Brakel

Frechheit siegt, heißt es, aber immer gilt das auch nicht. Ein 24 Jahre alter Brakeler hat zwar vor gut einem halben Jahr ein junges Trio gründlich eingeschüchtert, erntet aber statt klingender Münze nun ganz andere Früchte: Er muss für zwei Jahre und neun Monate in den Knast.

Von Ulrich Pfaff

Das Paderborner Land- und Amtsgericht. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet, hatten die drei jungen Männer – an dieser Stelle Tick, Trick und Track – im November in Brakel auf dem Weg zum Einkaufen die unliebsame Begegnung mit dem Gemeinen Gustav (auch hier Name geändert). Jener wollte, dass der 19 Jahre alte Tick eine Strafanzeige gegen ihn zurückziehen sollte und verlangte zusätzlich von allen Dreien jeweils 500 Euro „Schmerzensgeld“. Zwar war es dem Gemeinen Gustav erfolgreich gelungen, mit einer großen Klappe, einer Menge böser Schimpfworte und diversen Drohungen, glaubwürdig unterstrichen von einem Schlagring, das Trio gründlich in Angst und Schrecken zu versetzen – aber das hielt nicht lange. Kaum war Gustav von dannen gezogen, informierte Tick abermals die Polizei über das schändliche Verhalten des Gemeinen Gustav. Weder Tick noch seine beiden Kumpels hatten nämlich Lust, der Zahlungsaufforderung nachzukommen: „Wir haben ihm nichts gegeben, weil wir für unser Geld arbeiten und es für was Besseres ausgeben können“, sagte Tick selbstbewusst am ersten Prozesstag der großen Jugendkammer des Landgerichts Paderborn.

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