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Ein Angebot speziell für die Landwirtschaft: Zweigniederlassung „v-vb | agrarfinanz“ besteht seit 1. Oktober

Volksbank gründet Bank in der Bank

Warburg

Die Vereinigte Volksbank hat eine Bank in der Bank gegründet. Die „v-vb | agrarfinanz“ besteht seit dem 1. Oktober und soll sich an die Landwirtschaft richten. Vertriebsdirektor Ralph Heinemann aus Diemelstadt-Dehausen, selbst Landwirt im Nebenerwerb, leitet die Niederlassung.

Vorstand Sascha Hofmann (von links) mit Birger Kriwet von der Vereinigten Volksbank sowie Ralph Heinemann als Vertriebsdirektor der neuen Zweigniederlassung „v-vb | agrarfinanz“. Foto: Vereinigte Volksbank

„Mit einem klaren Bekenntnis zur Eigenständigkeit und zu einem qualitativen Wachstum in einem zukunftsfähigen Geschäftsfeld haben die beiden Vorstände der Vereinigten Volksbank eG, Birger Kriwet und Sascha Hofmann, die neue Zweigniederlassung der Öffentlichkeit vorgestellt“, schildert das Geldinstitut in einer Pressemitteilung.

Bedeutende Branche

„Die Landwirtschaft war, ist und bleibt eine der bedeutendsten Branchen im Kreis Höxter und damit auch im Kreditportfolio unserer Bank“, mach Steuerungsvorstand Sascha Hofmann deutlich. „Gleichzeitig erleben wir einen enormen Strukturwandel in der Landwirtschaft, der in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen in die Betriebe und die Landtechnik erforderlich macht. Die Anforderungen nach den Tierwohl-Kriterien, eine veränderte Bodenbearbeitung bei vermehrt biologisch anbauenden Betrieben oder die großen Herausforderungen der neuen Düngeverordnung gehen immer einher mit dem Bedarf an neuen Anlagen und Maschinen“, erklärt Birger Kriwet weiter.

„Dazu kommen die Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung, die personalintensive Arbeiten sukzessive ersetzen werden“, schildert der Vorstand. Um in diesem Geschäftsfeld noch stärker wachsen zu können, hätten Vorstand und Aufsichtsrat der Vereinigten Volksbank beschlossen, eine unselbstständige Zweigniederlassung mit dem Namen „v-vb | agrarfinanz“ zu gründen.

In diesem sehr speziellen Finanzierungsmarkt starte man mit einem bereits etablierten Team. Dieses solle und werde in den kommenden Monaten weiter wachsen mit Menschen, die bereits Finanzierungslösungen und persönliche Kundenbetreuung in der Land- und Forsttechnik anbieten. Der Leiter der neuen Niederlassung, Ralph Heinemann, führe im Nebenerwerb einen 30 Hektar großen Ackerbaubetrieb führt und sei seit 30 Jahren in der Landtechnik und deren Finanzierung zuhause. Ziel der Vereinigten Volksbank sei es, den Strukturwandel der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit, Biodiversität oder Tierwohl aktiv zu begleiten. Daher besetze man die Niederlassung mit versiertem Personal.

Über den Kreis hinaus

„Zudem gehen wir mit dem neuen Geschäftsfeld bewusst über den Kreis Höxter hinaus und werden unser Leistungsangebot für Landtechnikhandel, Lohnunternehmen, Land- und Forstwirtschaft deutschlandweit ausbauen“, wird Birger Kriwet weiter zitiert.

Bereits vor eineinhalb Jahren habe die Projektarbeit begonnen. In deren Rahmen habe man festgestellt, „dass es sich nicht nur um ein hoch attraktives Geschäftsfeld handelt, sondern dass es in diesem Markt wenige genossenschaftliche Anbieter gibt“. Die großen Traktoren- und Mähdrescherhersteller hätten eigene Spezialbanken als Absatzfinanzierer. Daneben gebe es aber einen großen Finanzierungsbedarf im Rahmen der Bestandsfinanzierung beim Landtechnikhandel sowie für werthaltige junge Gebraucht- und Großtechnik.

Dieses besondere Feld zwischen Bodenbearbeitung, Rübenrodern und Gülleausbringtechnik werde derzeit herstellerunabhängig außerhalb der Hausbanken bedient. „Genau hier wollen wir verstärkt tätig werden“, erläutert Kriwet.

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