1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Warburg
  6. >
  7. 3100 neue Straßenleuchten für Warburg

  8. >

900.000 Euro teure Umrüstung auf LED-Technik in den Dörfern bereits abgeschlossen

3100 neue Straßenleuchten für Warburg

Warburg (WB). Das Vorhaben der Stadt Warburg, die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet flächendeckend auf energiesparende LED-Technik umzustellen, ist in den Ortschaften bereits abgeschlossen. In der Warburger Kernstadt soll die Umrüstung der Lampen im August dieses Jahres erfolgt sein.

Ralf Benner

Die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet wird flächendeckend auf energiesparende LED-Technik umgestellt. In den Ortschaften ist die Umrüstung bereits abgeschlossen, in der Kernstadt ist die Fertigstellung für den August vorgesehen. Das Foto zeigt (vorne von links) Bürgermeister Michael Stickeln, Projektleiter Jens Wiegand, Leander Sasse und Klaus Braun, beide Geschäftsführer der Stadtwerke Warburg, sowie im Krankorb (von links) Jonathan Neunteufel und Christopher Leifels, die Mitarbeiter der Beste-Stadtwerke. Foto: Ralf Benner

Die ersten neun Leuchten wurden im Oktober 2017 in Welda installiert

Insgesamt wurden dann 3100 Straßenleuchten älterer Art in der Hansestadt sukzessive umgerüstet. Die Stadt investierte 900.000 Euro in den Umtausch der Leuchten, wobei das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit diese Maßnahme zu 20 Prozent aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hatte der Stadtrat im Juli vergangenen Jahres einstimmig gefasst.

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides und erfolgter Ausschreibung war der Auftrag schließlich an die Beste-Stadtwerke vergeben worden. Die ersten neun Leuchten wurden im Oktober 2017 in Welda von Monteuren der Beste-Stadtwerke installiert. Geliefert wurden die energiesparenden LED-Lampen nach einer europaweiten Ausschreibung von den Firmen Trilux aus Arnsberg und Schuch aus Worms.

LED-Pilzleuchten mit Rundum-Abstrahlung

In allen Warburger Stadtteilen wurden bei Masten bis zu einer Höhe von fünf Metern und einem Abstand von mehr als 40 Metern zueinander sogenannte LED-Pilzleuchten mit Rundum-Abstrahlung installiert. »Damit soll eine bessere Ausleuchtung der Straße erreicht werden«, betonte Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln. Dort, wo der Mast­abstand weniger als 40 Meter beträgt, kamen technische LED-Leuchten zum Einsatz. Grundsätzlich wurde aber nur ein Leuchtentyp pro Straßenzug angebracht, um ein einheitliches Bild zu gewährleisten, wie Klaus Braun und Leander Sasse, beide Geschäftsführer der Stadtwerke Warburg, erklärten.

Nach Aussage von Klaus Braun, der auch Erster Beigeordneter der Stadt Warburg ist, wurden ab dem Jahr 2011 bereits 750 LED-Leuchten im Stadtgebiet installiert, für die Umrüstung der übrigen 3100 Leuchten sei dann beim Bund der Förderantrag gestellt worden.

Energiekosten werden eingespart

Vor der Umrüstung leuchtete nachts, bis auf die Hauptstraße, nur jede zweite Straßenlampe. Durch die gute Energieeffizienz der neuen LED-Leuchten können diese nun die komplette Nacht hindurch leuchten – mit verminderter Leistung, also gedimmt, ab 22 Uhr in den Dörfern und ab 23 Uhr in der Kernstadt. »Trotzdem werden noch etwa 75 Prozent der Energiekosten eingespart und pro Jahr etwa 600 Tonnen weniger Kohlendioxid produziert«, erläuterte Klaus Braun. Auf den Euro genau ließe sich die jährliche Einsparung derzeit noch nicht beziffern, da diese mit Investitionskosten und Unterhaltungskosten gegengerechnet werden müssten, führten Klaus Braun und Leander Sasse aus. Vor der Umrüstung der Straßenbeleuchtung habe der Verbrauch pro Jahr 1.269.000 Kilowattstunden (kWh) betragen, nach der Umstellung auf LED-Technik rechne man mit 317.000 kWh.

»In Sachen Energieeffizienz ist die Stadt Warburg mit den LED-Leuchten sehr gut aufgestellt«, erklärte Klaus Braun. Dass die Lampen nun die ganze Nacht hindurch leuchteten, stärke zudem das Sicherheitsgefühl der Bürger.

Startseite
ANZEIGE