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Kneipenquiz in Warburg: Markus Thonemann ist Schalke-Experte – Mit Fotostrecke

„Abis“ Anekdoten in Blau-Weiß

Warburg (WB). Auf die Schuhe des Schalker Torhüters Ralf Fährmann hat Markus Thonemann im aufregenden 4:4-Revierderby vor zwei Jahren am wenigsten geachtet. Jetzt bekommt zumindest der rechte Fußballschuh des Keepers einen Ehrenplatz im Hause Thonemann. Den hat der Warburger beim Schalker-Kneipenquiz im Kanonenkeller als Hauptpreis gewonnen.

Sylvia Rasche

Die Sieger und Organisatoren des Schalker-Kneipenquiz’ im Warburger Kanonenkeller von links: Sebastian Pantförder, Leiter Tradition FC Schalke 04, Philipp Kukuk aus Brakel (2. Platz), Sieger Markus Thonemann aus Warburg, Steffen Redecker aus Lütmarsen (3. Platz), Stargast und „Flankengott“ Rüdiger „Abi“ Abramczik sowie Schalkes Fanbeauftragter Mitja Müller. Foto: Sylvia Rasche

„Ich bin seit Grundschulzeiten Schalke-Fan und habe seit 1991 eine Dauerkarte“, berichtet Markus Thonemann. Allerdings seien die Quiz-Fragen doch schwer gewesen. „Ich habe zwar vieles gewusst, aber einiges geraten und anderes durchs Ausschlussverfahren herausbekommen“, räumt der 44-Jährige ein.

Als Max Merkel im weißen Anzug kam

Damit steht er nicht alleine. „Die Fragen sind echt knifflig. Ich weiß auch nicht alles“, lacht Rüdiger „Abi“ Abramczik. Der legendäre Schalker Flankengott hat das von den Fan- und Traditionsbeauftragen Mitja Müller und Sebastian Pantförder moderierte Quiz mit launigen Anekdoten aus seiner langen Fußballlaufbahn bereichert.

So erfuhren die Kneipengäste, die aus verschiedenen Fanclubs des Kreises Höxter und sogar vom weltweit größten Schalke-Fanclub aus Brilon angereist waren, dass sich sein Vater in der eigenen Küche den Zeh gebrochen hat, als er einen Trick von Stan Libuda nachstellen wollte. „Mein Vater hatte nicht bedacht, dass unser Küchenboden gerade frisch mit Bohnerwachs bearbeitet worden war. Der Trick endete im Krankenhaus“, schmunzelt Abramczik, der den Termin in Warburg wahrnahm, obwohl er am gleichen Tag erstmals Opa geworden war.

Launig erzählte er vom ersten Aufeinandertreffen mit seinem späteren Trainer Max Merkel („Der kam im weißen Anzug mit schwarzer Aktentasche. Ich habe den erst gar nicht erkannt...“) und nutzte die Quiz-Pausen immer wieder zu Gesprächen mit den Fans.

„Das sind tolle Geschichten. Es macht Spaß, ihm zuzuhören“, meint Quiz-Sieger Markus Thonemann, der übrigens die gleiche Punktzahl erreichte wie der Brakeler Philipp Kukuk. Thonemann war in der Schätzfrage näher dran, in der es um Abramcziks Bundesliga-Spiele für die Schalker ging (235). Dritter wurde der Lütmarser Steffen Redecker, der sogar mit drei anderen Fans ins Stechen musste und sich durchsetzte.

„Ein toller Abend in gemütlicher Atmosphäre“

Das Kneipen-Quiz haben die Schalker Fanbeauftragen erstmals vor zwei Jahren im Trainingslager in Österreich angeboten. „Es kam so gut an, dass wir es seitdem in Gelsenkirchen häufiger veranstaltet haben und jetzt auch auf Reisen gehen“, erklärt Mitja Müller. 34 Fragen, eine für jeden Saison-Spieltag, hat er mit seinem Team ausgearbeitet. Zudem sind Stichfragen, Bilderrätsel und „Rudelbildung“, bei dem kleine Gruppen gegeneinander antreten, im Programm.

Den Gästen in Warburg hat es gefallen. „Ein toller Abend in gemütlicher Atmosphäre“, urteilt Stefan „Örwin“ Krohn. Er ist Vorsitzender des Schalke Fan-Clubs Höxter-Warburg – und hat zudem einen ganz besonderen Tag. Vor 16 Jahren haben er und seine Bettina in der Arena auf Schalke geheiratet. Ausgerechnet den 16. Hochzeitstag mit einem Schalker Urgestein in Warburg zu feiern, ist für das Paar das perfekte Geschenk. Bettina und Stefan Krohn sind ihren Idolen sogar schon mal bis ins Wintertrainingslager nach Florida nachgereist. „Ein tolles Erlebnis“, schwärmen beide.

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