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Land fördert Dorfprojekt mit 82.000 Euro: Aus- und Umbau zum Multifunktionsplatz

Alter Bolzplatz in Welda  wird aufgewertet

Warburg-Welda

Mit großer Freude haben die Weldaer nach den Worten von Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt die Nachricht aus Düsseldorf aufgenommen, dass die Landesregierung den Ausbau und Erhalt ihres Bolzplatzes fördert.

Bearbeitet von Ralf Benner

Der Bolzplatz in Warburg-Welda wird mit finanzieller Unterstützung des Landes umgestaltet. Foto: Hubertus Kuhaupt

Dieser soll mit Mitteln aus dem Programm Dorferneuerung 2022 zu einem Multifunktionsfreizeitplatz ausgebaut werden. Das Land NRW stellt für das Projekt nun 82.000 Euro bereit.

Das Land NRW  hat die Finanzierung von wichtigen Dorfentwicklungsprojekten im Altkreis Warburg gebilligt. Das teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken am Montag mit. Unter anderem stehen je 250.000 Euro für den Umbau der Verwaltungsnebenstelle in Scherfede und für das Haus des Gastes in Germete bereit.

Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt

Auch für den Bau des Multifunktionsfeldes in Welda stellt das Land Fördermittel zur Verfügung. Damit erfährt der Platz in der naturnahem Umgebung von Teichanlage, Spielplatz und Iberg-Halle eine deutliche Aufwertung, erklärt Kuhaupt. „Wir freuen uns, dass dieses Projekt nach einigen Jahren Vorlaufzeit jetzt realisiert werden kann. Das steigert die Attraktivität dieser Freizeitanlage im Zentrum unseres Dorfes deutlich, was unsere Kinder und Jugendlichen besonders freuen wird“, sagt er.

Als Tennisplatz erbaut

In den 1980er Jahren als Tennisplatz erstellt, wurde dessen Nutzung in den 2000er Jahren aufgrund mangelnder Nachfrage aufgegeben und der Tennisverein schließlich aufgelöst.

Mit der Auflösung des Tennisvereins und dem Wegfall der Nutzung als Tennisplatz, wurde im Ortsbeirat intensiv über eine Folgenutzung diskutiert. Auf Anregung von Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt, der einen Wunsch innerhalb der Dorfgemeinschaft aufgriff, entstand 2008 die Idee, den Tennisplatz als multifunktionalen Platz für Begegnung, Bewegung, Spaß und Spiel für alle Generationen zu nutzen.

Die Kolpingsfamilie Welda hatte sich daraufhin bereit erklärt, eine Umnutzung als Bolzplatz im Einvernehmen mit der Hansestadt Warburg als Grundstückeigentümerin voran zu bringen und auch die Pflege des Platzes zu übernehmen.

In den folgenden Jahren stellte sich nach Angaben von Kuhaupt jedoch heraus, dass der Boden nur bedingt für Ballspiele geeignet ist. Nach Regenschauern sei eine Nutzung nahezu ausgeschlossen. Ferner sei der Pflegeaufwand sehr hoch und durch Ehrenamtliche in dem erforderlichen Maße ohne technische Hilfsmittel nur schwer zu erbringen.

Bolzplatz war Thema in Zukunftswerkstatt

Daraus entstand die Idee, den Bolzplatz mit einem Outdoor-Sportboden zu versehen. Durch eine Umwandlung des Bodenbelags soll diese Fläche nun weitaus vielfältiger, intensiver und im Wesentlichen wetterunabhängiger genutzt werden.

Die Nutzung des Bolzplatzes war dann auch ein Thema in der Zukunftswerkstatt Welda, die 2018/2019 im Dorf durchgeführt wurde. In Zusammenarbeit mit Moderator Bernhard Eder von der Landvolkshochschule Hardehausen und dem Bauamt der Hansestadt Warburg hatte Ortsvorsteher Kuhaupt nach einer Lösung des Problems gesucht.

Restbetrag wird aus städtischen Haushaltsmitteln kofinanziert

Im Rahmen einer Kostenschätzung wurden Bau- und Planungskosten von rund 110.000 Euro ermittelt. Das Land NRW stellt nun aufgrund eines Förderantrags 82.000 Euro zur Verfügung. Der Restbetrag wird aus städtischen Haushaltsmitteln kofinanziert. Die Nutzung Der Bolzplatz soll ein Freizeitangebot für Jung und Alt sein. Darüber hinaus soll der Ort in Kombination mit den viel frequentierten Gemeinschaftseinrichtungen Iberg-Halle und Dorfgemeinschaftshaus und dem angrenzenden Kinderspielplatz auch dem Knüpfen von Sozialkontakten dienen, um zum Beispiel auch Neubürgern das Einbinden in die Dorfgemeinschaft durch gemeinsames Spiel und Unterhaltung zu vereinfachen.

Die Kolpingsfamilie Welda habe sich außerdem bereit erklärt, auch zukünftig die Pflege und Patenschaft für den Bolzplatz und die unmittelbare Umgebung zu übernehmen.

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