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Umzug der Gerber läutet 43. Warburger Kälkenfest ein

Auftakt für ein »buntes« Fest

Warburg (WB). Endlich Kälkenfest! Die Historienspiele wurden am Freitag mit dem Umzug der Gerber und der Festproklamation durch den Herold der Stadt eröffnet. Zum 43. Mal lädt das Kälkenfest in die Warburger Altstadt ein.

Daniel Lüns

Mit dem Umzug der Gerber ist am Freitag in der Altstadt das 43. Warburger Kälkenfest eröffnet worden. Das Fest hat seinen Ursprung auf dem Kälken an der Diemel. Dort befanden sich die Kalkgruben der Gerber. Foto: Ralf Benner

Zunächst hatte das Wetter gedroht, dem Auftakt einen Strich durch die Rechnung zu machen. Zum Gerberumzug klarte der Himmel aber auf. »Es bestätigt sich wieder die alte Warburger Bauernregel: ›Ist das Kälkenfest zugange, dauert’s mit dem Regen nicht mehr lange!‹«, sagte Klaus Stalze, Vorsitzender des Warburger Heimat- und Verkehrsvereins, daher in seiner Rede.

Dennoch freue er sich darüber, in »so viele Gesichter schauen zu dürfen«, ergänzte er. Das sei schließlich ein Indiz dafür, dass der Heimat- und Verkehrsverein immer noch im richtigen Fahrwasser schwimme und Ziele anstrebe, die den Menschen in Warburg am Herzen liegen würden.

Er schlug den Bogen vom Kälkenfest zum jüngsten Landesparteitag der AfD in Warburg: »Vor nicht ganz so vielen Wochen hat ein nicht alltägliches Ereignis in der Warburger Stadthalle viele Menschen, die hier leben, in ihrem Alltag aufgeschreckt. Daraus entwickelte sich ein überraschend großes Fest unter dem Motto ›Buntes Warburg‹. Hätte ich einen Wunsch frei, dann würde ich mir wünschen, dass unser Kälkenfest auch ein bunter Punkt zwischen ganz vielen anderen ist, die das Leben in dieser alten Stadt lebenswert machen.«

Auch Heinz-Josef Bodemann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Warburg, sprach dem Kälkenfest diese Rolle zu. »Gerade in der heutigen Zeit haben Werte wie Tradition und Heimatliebe keineswegs ausgedient, sondern sind im Gegenteil wichtiger denn je«, sagte er.

Tradition und Heimatliebe

»In einer unübersichtlicher gewordenen Zeit spielen sie vielmehr eine nicht zu unterschätzende Rolle: Sie geben Orientierung und Halt und stellen damit einen festen Anker dar. Wir tun also in jedem Fall gut daran, unsere Traditionen zu schätzen und entsprechend zu pflegen.«

Er wisse darum, wie viel Arbeit die Planung so eines Festwochenendes mache. Da brauche es aktive Vereinsmitglieder, Freunde und Helfer, die mit anpackten. »Mein ausdrücklicher Dank gilt daher allen, die wieder einmal höchst aktiv und in verschiedenster Weise an der Gestaltung des Kälkenfestes mitwirken und für die zahlreiche Gäste dieses Erlebnis damit erst ermöglichen«, betonte Bodemann.

Für Freitagabend stand das Bürgerspiel »Das saure Bier« auf dem Programm. Der »Sturm auf den Romhof« folgt Samstag, 20 Uhr. Am Sonntag, 16.30 Uhr, wird das Stück »Die Wasserwippe« gezeigt.

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