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Drei Bands spielen beim ersten »Heimatclub« des Kulturvereins Scherfede im »Kuba«

Auftritt in der alten Heimat

Warburg-Welda (WB). Musiker, die ursprünglich aus Warburg stammen und auswärts erfolgreich geworden sind, kommen mit ihren Bands nach Hause. Das ist die Idee hinter dem »Heimatclub«, den der Kulturverein Scherfede in der Weldaer Kneipe »Kuba« veranstaltet.

Marius Thöne

Tiefsinnige Texte und tanzbare Beats: Max Scharff (links) und Christian Hyla starten mit ihrer Band »Schafe und Wölfe« so richtig durch und haben jüngst einen Band-Contest für einen Auftritt in der RTL-Serie »Gute Zeiten, schlechte Zeiten« gewonnen. Foto:

Den Anfang macht am Samstag, 13. Dezember, die Gruppe »Schafe und Wölfe«, deren Sänger aus Warburg stammt. Einlass ist ab 20 Uhr, die erste Band spielt um 20.30 Uhr. »Sändäpause« aus Borgentreich und »Blassfuchs« aus Paderborn treten als Vorgruppen für »Schafe und Wölfe« auf. Karten gibt es im Vorverkauf im Kuba oder sind an der Abendkasse erhältlich.

Schafe und Wölfe

Als Heimkehrerband kommt »Schafe und Wölfe«. Sänger Max Scharff stammt aus Warburg. Der 25-Jährige lebt seit einigen Jahren in Hamburg. »Mit seiner Band ist er gerade auf dem Durchmarsch«, sagt Olaf Menne vom Kulturverein Scherfede. Eine Bookingagentur aus Potsdam, ein Verlag aus Hamburg und ein Vertrieb aus Duisburg sind für die Band tätig. Die Band gewann einen Wettbewerb für Nachwuchsmusiker der Telekom. Im Anschluss traten die Musiker in einer Folge der RTL- Serie »Gute Zeiten Schlechte Zeiten« auf.

Ihre Single »Alles ist am Leben« wird in einem Telekom-Werbespot verwendet. Ihr Video zum Song »Zeitvertreib« avanciere zu einem Clubhit, der in ganz Deutschland aufgelegt werde, so Menne weiter. Große Festivals wie das Melt-Festival, das Reeperbahn-Festival und das Wales-Vienna-Festival buchten die Band in diesem Jahr. Ihre Musik ist eine Mischung aus Electro, Hip Hop und Indie mit deutschen Texten.

Gefragter Partner

34 Bands wollten gerne als Vorgruppen für »Schafe und Wölfe« auftreten. »Wir waren überrascht, dass so viele Bands dabei sein wollten. Besonders erstaunlich war, dass die meisten Bewerbungen nicht aus der Region stammten. Selbst Bands aus Stuttgart wollten mit ›Schafe und Wölfe‹ auf der Bühne stehen. Das zeigt, welchen Bekanntheitsgrad sich die Band inzwischen bundesweit erspielt hat«, berichtet Christoph Bettermann vom Veranstalterteam. Ausgewählt wurden zwei Bands aus der Region.

Sändäpause

Aus Borgentreich kommen »Sändäpause«. Die Bandleader Florian Berlage und Linus Thiehoff machen schon seit ihrem zehnten Lebensjahr zusammen Musik. »Niveaulose Fernsehsendungen sind uns ein Dorn im Auge«, erklärt Berlage den Bandnamen. Daher fordern sie eine Sendepause und bieten mit deutschsprachigem Punkrock eine Alternative. Ihren ersten Auftritt hatte die Band 2011 beim Freakstock-Festival. Inzwischen haben sie sich in der Region einen Namen erspielt. So nahm die Band am »Chords For Record« teil. »Sändäpause« spielte mit 39 anderen Künstlern zwölf Stunden ohne Unterbrechung. Ihren größten Auftritt hatte die Gruppe beim T-Mania-Festival in Dalhausen.

Blassfuchs

Die Paderborner Musiker von »Blassfuchs« machen zwar erst seit diesem Jahr zusammen Musik, stehen aber schon fast jedes Wochenende auf der Bühne. Bislang haben sie erst zwei Demosongs im Internet veröffentlicht. Diese brachten ihnen aber schon Auftritte in Köln und Hamburg ein. Die Gruppe mischt deutschsprachige Texte mit treibenden Hip-Hop-Beats und verzerrten Gitarrensounds. »Mit diesem äußerst tanzbaren Sound passt die Band ideal zur Hauptband des Abends«, sagt Olaf Menne.

Reihe geplant

Die Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kulturvereins Scherfede (»KIS«) und des »Kubas«. Das Konzert ist als eine Pilotveranstaltung gedacht. Wird es angenommen, ist eine Ausweitung zu einer Konzertreihe geplant, die dann auch in anderen Städten Ostwestfalens stattfinden soll.

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